Mexiko, die USA, Jamaika, Costa Rica, Panama und Honduras: Das sind die sechs noch Verbliebenen aus der Nord-, Mittelamerika- und Karibik-Qualifikation. Für diese glorreichen Sechs beginnt ab Mittwoch der fast einjährige Marathon der letzten Qualifikationsrunde. Die traditionelle Sechsergruppe dürfte wie üblich dramatisch und umkämpft sein, feinen Fussball bereit halten und Spannung bis zum Schluss bieten, denn immerhin geht es um 3,5 Startplätze bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™. FIFA.com wirft einen Blick auf die Spiele vom Mittwoch.

Das Topspiel
Honduras – USA
USA-Trainer Jürgen Klinsmann weiß um das ausgeglichene CONCACAF-Niveau. Deshalb tritt er in Bestbesetzung an und hat Michael Bradley, Tim Howard und Clint Dempsey an Bord. "Keine Fehler, keine mentalen Schwächen" dürfe sich seine Mannschaft erlauben, so der Deutsche gegenüber FIFA.com. "Du musst außerdem bereit sein, dich an jede Umgebung anzupassen, denn es ist unvorhersehbar." Das hat der ehemalige Bundestrainer auf die harte Tour lernen müssen, als er mit seiner Mannschaft in Kingston gegen Jamaika verlor und auch gegen Guatemala auswärts nur unentschieden spielte. Nicht dabei sein wird Landon Donovan, der noch überlegt, ob er seine Karriere in der U.S.-Nationalmannschaft fortsetzt oder nicht.

Dabei könnte Klinsmann den erfahrenen Techniker gegen Honduras in San Pedro Sula sicherlich gut gebrauchen. Der erste Gegner der USA ist nicht nur seit fünf Qualifikationsspielen ungeschlagen, zuletzt gewann er auch daheim gegen Kanada mit sage und schreibe 8:1. Dabei müssen sich die Amerikaner auf dem Weg zur siebten Teilnahme an der Endrunde einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in Folge nicht nur um die pfeilschnellen Stürmer Jerry Bengston und Carlos Costly Sorgen machen, sondern auch um die bekannt hitzige Atmosphäre im Estadio Olimpico. Zwar drohten zunächst wegen der Anstoßzeit am Nachmittag weniger Fans ins Stadion zu kommen, aber die Regierung von Honduras löste das Problem, indem sie kurzerhand einen nationalen Feiertag ausrief.    

Die anderen Spiele
Auch Mexiko – das Topteam der Region – hat im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt gegen Jamaika zunächst Heimvorteil. Zwei WM-Endspiele (1970 und 1986) hat das legendäre Stadion schon erlebt. "Das ist der größte Hexenkessel, den man sich vorstellen kann", sagt denn auch Jamaikas bester Torschütze Luton Shelton vor der Begegnung in der dünnen Luft, die Mexikos Fans bei Länderspielen regelmäßig brennen lassen. Aber die Jamaikaner kommen mit einem Sieg gegen die USA im Gepäck angereist und sind unter Trainer Theodore Whitmore obendrein radikal verjüngt. Die Reggae Boyz sind schnell, bringen eine gute Ordnung auf den Platz und haben immer genug Leute hinter dem Ball. Das nimmt offensichtlich auch dem Aztekenstadion seinen Schrecken. "Wir werden unsere Chancen bekommen", prophezeit Shelton. "Es spricht nichts dagegen, hier etwas mitzunehmen."

Mexikos Jose Manuel de la Torre sieht das naturgemäß anders. Der amtierende CONCACAF-Meister, Olympiasieger und 14-malige WM-Teilnehmer ist vor allem in der Offensive stark. Dort mischen Giovani dos Santos, Andrés Guardado und Javier Chicharito Hernández die gegnerischen Abwehrreihen auf. In der letzten Qualifikationsrunde hat Mexiko alle Partien gewonnen und im heimischen Aztekenstadion überhaupt erst ein einziges Qualifikationsspiel verloren.

Bei der anderen Begegnung handelt es sich um ein Nachbarschaftsduell zwischen Costa Rica und Gastgeber Panama. Während die Ticos unlängst Mittelamerikameister wurden und zudem schon drei Mal an einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ teilgenommen haben, sind auch die Canaleros aus Panama im Aufwind. Die Nationalmannschaft ist ein starker, ausgeglichener Verbund unter der Führung des im Land sehr verehrten Ex-Spielers Julio Dely Valdés. "Die Zeit ist reif für Panama", hat Blas Pérez, Panamas bester Torschütze der Qualifikation, bei FIFA.com bereits angekündigt und hinzugefügt: "Wir sind leicht im Vorteil, weil wir zu Hause spielen." In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Im Estadio Rommel Fernandez von Panama-Stadt hat die heimische Nationalelf in der letzten Qualifikationsrunde nicht nur nicht verloren, sondern auch kein einziges Gegentor hinnehmen müssen.

Zitat
"Wir haben eine großartige Spielergeneration, die nach ihren Siegen selbstbewusst und zuversichtlich ist. Wir hoffen, dass uns ein Sieg gelingt und wir damit die Marschrichtung für die nachfolgenden Partien vorgeben können. Ich glaube, wir erfüllen alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Jahr."
Giovani dos Santos (Stürmer, Mexiko) hofft auf ein ähnlich gutes Jahr wie 2012, als Mexiko erstmals Olympisches Gold gewann

Statistik
30 –
So viele Begegnungen stehen auf dem Spielplan. Auf jede der sechs Mannschaften der letzten Qualifikationsrunde kommen in den nächsten neun Monaten zehn Spiele zu. Der Preis: Drei direkte Startplätze bei der Endrunde in Brasilien, der Viertplatzierte spielt in der Relegation gegen den Sieger der Ozeanien-Zone um einen weiteren Platz.

CONCACAF-Finalrunde, 1. Spieltag
6. Februar
Honduras – USA
Mexiko – Jamaika
Panama – Costa Rica

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