Für die Nationalmannschaften läuft die Qualifikation zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ bereits seit einiger Zeit auf Hochtouren. Doch nicht nur die Spieler und Trainer der vielen Nationen kämpfen um einen Platz beim Weltturnier in zwei Jahren, auch die Schiedsrichter bereiten sich bereits auf die Endrunde in Südafrika vor, als Teil eines Verfahrens, das bereits 2007 begann. 53 der weltbesten Unparteiischen fanden sich vom 22. bis 26. September 2008 in Zürich zu einem Seminar für „Elite-Schiedsrichter" ein. Rund um das Home of FIFA wurde eine Woche lang verschiedene Bereiche bewertet (Technik, Physis, mentale und Kraft-Leistung sowie medizinische und physiologische Vorbereitung). Alle Top-Schiedsrichter haben ihren Blick Richtung FIFA WM 2010 gerichtet, denn die Teilnahme an einer WM-Endrunde ist nicht nur für Spieler und Trainer, sondern auch für einen Schiedsrichter das Größte.
Doch vor dem begehrten Ticket nach Südafrika steht harte Arbeit. Ziel des einwöchigen Seminars in Zürich war es, die Besten der Besten herauszufiltern, die dann konzentriert in weiteren Einheiten behutsam auf das Weltturnier in rund zwei Jahren vorbereitet werden sollen.
Unter den prominentesten Vertretern ihrer Zunft sind so bekannte Namen wie Carlos Amarilla aus Paraguay, Final-Schiedsrichter der Copa América 2007 zwischen Brasilien und Argentinien, der Italiener Roberto Rosetti, der Ende Juni das Finale der UEFA EURO 2008 zwischen Deutschland und Spanien leitete, oder auch Codjia Koffi aus Benin, der im Februar diesen Jahres das Finale des Afrikanischen Nationen-Pokals zwischen Ägypten und Kamerun pfiff.
Doch auch diese drei Unparteiischen haben keinen Bonus im Rennen um die begehrten Plätze bei der FIFA WM 2010. Sie müssen sich mit den anderen 50 Teilnehmern den Tests und Übungen stellen, um die erste Hürde auf dem Weg nach Südafrika zu schaffen. Denn im Anschluss an die Trainingswoche werden die Leistungen ausgewertet. Die Ergebnisse werden der FIFA Schiedsrichter-Kommission vorgelegt, das am 22. Oktober die Liste der Schiedsrichter auf zunächst 38 Namen reduzieren wird.
Die Inhalte der Trainingswoche variierten zwischen mentalem und praktischem Training. Bei strahlendem Sonnenschein absolvierte die Gruppe am Dienstag auf dem großen Spielfeld vor dem Home of FIFA ein Fitness-Training mit diversen Koordinations, Konzentratzion und Bewegungsübungen. Der Mittwoch startete dann mit einer Gewichtskontrolle, gefolgt von einer erneuten Trainingseinheit auf dem Spielfeld, bei der das Energie-Effizienz-Management im Vordergrund stand. Anschließend ging es ins Auditorium zum Video-Studium, bei dem Spielsituationen analysiert und entschieden werden mussten.
Der Donnerstag stand zunächst ganz im Zeichen des Fitness-Tests, zum Abschluss am Freitag unterzogen sich die Schiedsrichter noch einem schriftlichen Test rund um die Spielregeln sowie einem mündlichen englischen Sprachtest.
Mit Spannung werden die 53 Unparteiischen nun dem Entscheid des FIFA-Schiedsrichterkomitees entgegen sehen, in der Hoffnung, einen weiteren Schritt Richtung Südafrika 2010 machen zu können.
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