Am dritten Tag seines Südafrika-Besuchs besichtigte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter am Dienstag das Soccer-City-Stadion in Johannesburg und traf sich anschließend mit dem ehemaligen Präsidenten Südafrikas, Nelson Mandela.

Auf der Baustelle des Soccer-City-Stadions, in dem das Eröffnungsspiel sowie das Finale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ ausgetragen werden, wurde der FIFA-Präsident von den Bauarbeitern überschwänglich begrüßt. Blatter zeigte sich begeistert über den Fortschritt der Arbeiten: "Dies ist das Zentrum aller Aktivitäten für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010, und ich bin sehr beeindruckt von dem Ausmaß der Konstruktion dieses Stadions. Es ist großartig, es ist groß, es ist riesig. Es ist wie ein Tempel, in dem sich im Jahr 2010 die Menschen versammeln. Ich bin sicher, dass wir pünktlich sind. Ich bin ein glücklicher Präsident."

Im Stadion, das Ende Dezember 2009 fertig gestellt sein soll und in dem bereits 20.000 Sitze eingebaut sind, wurde die FIFA-Delegation von Johannesburgs Bürgermeister Amos Masondo empfangen. "Der FIFA Präsident war beständig in seiner Unterstützung für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Dass wir soviele Fortschritte machen, ist sein großer Verdienst. Wir sind dankbar für das, was er für unser Land getan hat. Wir werden sicherstellen, dass die WM in Südafrika ein herausragender Erfolg werden wird."

Bei der Besichtigung der Großbaustelle erklärte Sibongile Mazibuko, WM-Koordinatorin der Stadt Johannesburg, der FIFA-Delegation um Präsident Blatter und Generalsekretär Jérôme Valcke den Fortschritt des Stadions: "90 Prozent Beton ist bereits verbaut worden. Das Dach ist zu 20 Prozent fertig, und die restlichen Bauarbeiten sind im Zeitplan. Obwohl es sich um einen größeren Umbau handelt, ist es fast wie ein neu erbautes Stadion. Nur der Westflügel des alten Stadions steht noch. Der Rest ist komplett neu."

Mandela erhält speziellen FIFA WM-Pokal
Höhepunkt des Tages war das Treffen mit Nelson Mandela, dem früheren Präsidenten Südafrikas. Im Beisein von FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke und FIFA-Botschafter Tokyo Sexwale überreichte Blatter seinem "Freund Madiba" einen speziellen FIFA WM-Pokal. Die goldene Miniaturausgabe wurde eigens für den früheren Staatspräsidenten und Friedensnobelpreisträger entworfen. "Sie sind der wahre Architekt dieser FIFA Fussball-Weltmeisterschaft ", sagte Blatter bei der Übergabe in den Räumen der Nelson-Mandela-Stiftung, und Mandela war gerührt ob des Präsents: "Vielen Dank für dieses besondere Geschenk. Es ist eine Ehre, Sie heute hier willkommen zu heißen. Es war mein Wunsch, Sie zu treffen, und ich bin froh, dass wir es geschafft haben."

Blatter bezeichnete den Besuch bei Mandela als "Höhepunkt meines Aufenthaltes in Südafrika. Ich fühle mich in diesem schönen und stolzen Land zuhause. Gott segne Sie, und ich hoffe, mit Ihnen zusammen das Eröffnungsspiel der FIFA WM am 11. Juni 2010 im Soccer-City-Stadion anschauen zu können."

Während seiner viertägigen Reise besucht der FIFA-Präsident Einrichtungen in Johannesburg und Kapstadt, um sich über den Stand der Vorbereitungen für den FIFA Konföderationen Pokal 2009 und die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ zu informieren. Am Sonntag traf Blatter mit Thabo Mbeki, dem Präsidenten der Republik Südafrika, zusammen, am Montag besichtigte er das Green-Point-Stadion in Kapstadt und traf dort auf den ehemaligen Staatspräsidenten F. W. de Klerk. Zum Abschluss seiner Reise steht am Mittwoch der Besuch des Ellis-Park-Stadions sowie ein Treffen mit Jacob Zuma, dem Präsidenten des Afrikanischen National-Kongresses, der südafrikanischen Regierungspartei, auf dem Plan.