Sie sind selbst daran gewöhnt, von Millionen Fans verehrt zu werden, doch als Pelé und Samuel Eto'o mit Nelson Mandela zusammentrafen, waren die beiden Stars von der Aura des großen Mannes doch mehr als beeindruckt.
Während des Treffens gab Pelé, der einen Urlaub mit seiner Familie unterbrochen hat, um bei den "90 Minuten für Mandela" dabei zu sein, Mandela einen Kuss auf die Wange und scherzte, seine Muter habe ihm dies aufgetragen. Nelson Mandela seinerseit bezeichnete Pelé als "den Maestro", worauf der FIFA Fussballer des Jahrhunderts allerdings zurückgab: "Nein, Sie sind der wahre Maestro."
Auch Samuel Eto'o, dreimaliger afrikanischer Fussballer des Jahres, war tief beeindruckt. Der Stürmer vom FC Barcelona erläuterte den Einfluss, den Mandela auf sein eigenes Leben gehabt habe: "Es gab zwei Persönlichkeiten in meinem Leben, die mir bei Problemen zur Seite standen: Gott und Nelson Mandela. Deswegen bin ich hier."
FIFA-Vizepräsident Jack Warner brachte seine große Bewunderung für die Spieler zum Ausdruck: "Pelé in einem Land zu begrüßen, ist immer ein besonderes Vergnügen. Doch Pelé und Eto'o zusammen in einem Land zu haben, ist die Erfüllung eines Traumes. Das zeigt deutlich, welch großen Respekt sie vor Madiba und seinem Kampf gegen den Rassismus haben."
Mandela selbst zeigte sich in bester Laune und scherzte mit dem Vorsitzenden des Lokalen Organisationskomitees, Irvin Khoza: "Warum heuern Sie mich nicht einfach als stellvertretenden Vorsitzenden an?"
Das Spiel unter dem Motto '"90 Minuten für Mandela" wird im Newlands-Stadion in Kapstadt ausgetragen. Dort trifft eine Afrika-Auswahl unter Führung von Eto'o auf eine Weltauswahl, in der auch der legendäre Pelé spielen wird. Für das Spiel wurden sogar eigene Bälle angefertigt, die die Nummer '46664' tragen. Genau dies war die Häftlingsnummer von Mandela, die heute als Symbol einer Kampagne dient, mit der das globale Bewusstsein für die HIV- und AIDS-Problematik gefördert werden soll.
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