
Heute in genau zwei Jahren findet der Anstoß zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ statt. Die Qualifikation ist bereits in vollem Gange. Mehr als ein Drittel der insgesamt 820 WM-Qualifikationsspiele sind bereits absolviert. Unterdessen laufen die Vorbereitungen im Gastgeberland weiterhin auf Hochtouren.
FIFA.com sprach mit FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke über seine Gefühle und Gedanken zum heutigen Meilenstein.
In den vergangenen Tagen fanden rund um den Globus mehr als 80 WM-Qualifikationsspiele statt. Haben Sie einige dieser Spiele verfolgt und das Fussballfieber auf den jeweiligen Kontinenten gespürt?
Ja, und es ist fantastisch, die Begeisterung und Leidenschaft zu erleben, die die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ bei den Fans und den Mannschaften in jedem Winkel der Welt auslöst. Leider konnte ich nicht alle Spiele sehen, aber ich halte mich auf unserer Offiziellen Website FIFA.com, die stets die aktuellsten Informationen rund ums Geschehen liefert, über Ergebnisse, Tabellen und Nachrichten auf dem Laufenden. Und es gab jede Menge zu berichten! In den bisher absolvierten 304 WM-Qualifikationsspielen wurden mehr als 950 Tore erzielt, also im Durchschnitt mehr als drei Tore pro Spiel. Es ist großartig, jetzt über das Geschehen auf den Fussballplätzen zu sprechen und nicht nur über die Vorbereitungen im Ausrichterland, die ebenfalls gute Fortschritte machen.
Was war für Sie in den vergangenen zehn Tagen die größte Überraschung?
Dass sich Tahiti für den FIFA Konföderationen-Pokal im kommenden Jahr in Brasilien qualifiziert hat, ist fantastisch. Es bedeutet, dass wir bei diesem Turnier ein neues Team erleben werden. Bisher haben aus der Ozeanien-Region nur Neuseeland und Australien am "Festival der Meister" teilgenommen, bis Australien dem asiatischen Kontinentalverband beigetreten ist. Dieser Erfolg zeigt den bemerkenswerten Fortschritt der so genannten kleinen Fussballnationen und auch den Erfolg der Entwicklungsarbeit der einzelnen Mitgliedsverbände und der FIFA rund um die Welt.
Auch in Südamerika ist das Rennen in vollem Gange. Derzeit liegt Chile an der Spitze…
Ja, die Chilenen haben bisher wirklich sehr gut gespielt. Die bisherigen Ergebnisse versprechen schon jetzt eine überaus interessante Schlussphase der WM-Qualifikation in Südamerika. Das ist ein toller Appetitanreger und eine großartige Werbung für das, was uns 2014 erwartet.
Da Brasilien als Ausrichter nicht an der Qualifikation teilnehmen muss, bietet sich für ein anderes südamerikanisches Land die große Chance, sich einen Platz bei der WM zu sichern. Man kann schon jetzt die wachsende Spannung spüren, insbesondere bei den südamerikanischen Teams, die natürlich unbedingt beim ersten WM-Turnier auf ihrem Kontinent seit 34 Jahren dabei sein wollen. Jedes Team ist fest entschlossen, die Stärke des südamerikanischen Kontinents auf der globalen Fussballlandkarte zu zeigen.
Der einzige Kontinent, wo die WM-Qualifikation für 2014 noch nicht begonnen hat, ist Europa. Welche Erwartungen haben Sie hier?
Die Auslosung hat einige sehr interessante Qualifikationsgruppen hervorgebracht. Wir dürfen uns ab September auf dramatische und packende Spiele freuen, so wie sie eben nur der Fussball bieten kann. Bei der gerade stattfindenden UEFA EURO 2012 wird zudem der zweite europäische Teilnehmer (neben Weltmeister Spanien) beim FIFA Konföderationen-Pokal Brasilien 2013 ermittelt.
Welche Schritte nehmen Sie als nächstes in Angriff?
In wenigen Tagen reise ich mit meinem Team wieder nach Brasilien. Es sind Besuche in Brasilia und zwei weiteren Städten geplant, bei dem mich der brasilianische Sportminister sowie Ronaldo und Bebeto begleiten werden. Auf dem Spielfeld sind natürlich die Spieler die Hauptfiguren, und bei der Vorbereitung des Turniers sind es die WM-Städte und Bundesstaaten. Sie sorgen dafür, dass für die Teams, die Offiziellen und die Millionen Fans aus aller Welt die optimale Infrastruktur zur Verfügung steht, damit wir alle in zwei Jahren eine unvergessliche WM erleben können.