Das Gesicht der WM 2014
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Welches Gesicht wird die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ nun haben? Diese Frage wurde vier Jahre vor dem Anpfiff des Wettbewerbs und drei Tage vor dem Finale zwischen den Niederlanden und Spanien bei der diesjährigen Auflage in Südafrika umfassend beantwortet. Dabei spielte nicht nur die Vorstellung des offiziellen Emblems der nächsten WM-Auflage eine Rolle, sondern vor allem auch die Feier, mit der am Donnerstag im Sandton Convention Center von Johannesburg auf den Wettbewerb in Brasilien eingestimmt wurde.

Drei stilisierte Hände

Die WM wird für immer mit den drei stilisierten Händen in Verbindung gebracht werden, die das Emblem "Inspiration" formen, aber sicher auch mit der Lebensfreude, den Farben und der Leidenschaft, die untrennbar mit dem Fussball verbunden sind. All das brachten die Auftritte der Percussion-Gruppe Barbatuques begleitet von einer Show des südafrikanischen Jongleurs Bingo, der Band BossaCucaNova und der Sängerin Vanessa da Mata zum Ausdruck. Aber auch die Reden der Würdenträger, die bei der Zeremonie zugegen waren, waren aussagekräftig. Brasiliens Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva ging in seiner Ansprache beispielsweise detailliert auf die Erfolge ein, die einige der illustren Gäste dieser Veranstaltung bereits bei FIFA Fussball-Weltmeisterschaften verbuchen konnten. Anwesend waren die Brasilianer Bebeto, Carlos Alberto Parreira, Carlos Alberto Torres und Romário sowie Franz Beckenbauer und Michel Platini.

Und so wird Brasilien in vier Jahren die Fussballwelt mit seiner lebensfrohen und fussballverrückten Art empfangen. "Nach der WM 2010 kehrt jeder in sein Land zurück und ist dabei ein bisschen afrikanischer geworden. Und wenn das hier in Südafrika der Fall ist, dann sollte die Welt sich darauf vorbereiten, dass sie nach der nächsten WM etwas brasilianischer sein wird", so Ricardo Teixeira, der Präsident des Organisationskomitees für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ voller Begeisterung. "'Brasilianisch sein' wird auf der ganzen Welt in aller Munde sein. Und der ganze Erdball ist schon jetzt eingeladen."

Abseits des Spielfelds
Diese Weltmeisterschaft wurde als ein Turnier der Gastfreundschaft, der Lebensfreude und der uneingeschränkten Fussballleidenschaft charakterisiert, und zwar weit über das Geschehen in den Stadien hinaus. Das war auch einer der Aspekte, die FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hervorhob. "Zweifellos ist der Fussball in Brasilien eine Religion. Welches andere Land auf der Welt gibt es, dessen Name so eng mit dieser Sportart verbunden ist? Und dann ist da noch die Lebensfreude und Kreativität… Denn all das macht den Fussball aus. Und das ist noch nicht alles. Eines Tages sprach der sehr verehrte Präsident Lula in seinem Büro folgende Worte: 'Fussball ist Bildung'. Und auch diese Bedeutung soll die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ für dieses Land haben", erinnerte der FIFA-Präsident und spielte damit auf die Erfolge an, die mit der WM 2010 in Südafrika erzielt wurden und für Brasilien 2014 ebenfalls angestrebt werden.

Von Südafrika lernen
Auch der brasilianische Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva brachte einen Vergleich mit Afrika: "Der Erfolg, den unsere afrikanischen Brüder hier zu verzeichnen haben, stellt uns Brasilianer vor eine enorme Herausforderung. Wir können von ihnen lernen, um die WM 2014 zu einem noch größeren Erfolg zu machen", so Lula da Silva. "Ab Januar 2011 bin ich zwar nicht mehr Präsident der Republik, aber ich bin immer noch Brasilianer. Und ich werde meinen Beitrag dazu leisten, dass wir gemeinsam die beste Weltmeisterschaft auf die Beine stellen, die je von einem Land organisiert wurde. Das ist ein Versprechen."

Dieser Optimismus und die Lebensfreude – vermutlich der am häufigsten verwendete Begriff des Abends – prägten die feierliche Zeremonie in Johannesburg ebenso wie Kunst und Kreativität. Diese beiden Aspekte kamen sowohl im Design des Emblems als auch in der sehr heterogenen Zusammensetzung der Jury zum Ausdruck die dieses Emblem aus einer Reihe von Vorschlägen ausgewählt hatte. Ihr gehörten nämlich der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer, Designer Hans Donner, Supermodel Gisele Bündchen, Schriftsteller Paulo Coelho, die Sängerin Ivete Sangalo, Ricardo Teixeira sowie FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke an.

Das sind Menschen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen und mit vielfältigen Talenten, die hier ein Land repräsentieren, das Ricardo Teixeira folgendermaßen definiert hat: "Ein Land, das eine neue Art der Modernität eingeführt hat, die auf dem Menschen und seiner Fähigkeit basiert, mit Unterschieden umzugehen". Zweifellos handelt es sich um ein Land, mit einer schier unerschöpfliche Vielfalt, das jedoch von seiner Liebe zum Fussball geeint wird und jetzt zusätzlich noch von der Vorfreude auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft im eigenen Land. Eines steht fest: Das Turnier hat bereits ein Gesicht – auf dem Papier, auf dem Spielfeld und abseits davon.