Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, hat die Organisatoren der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ aufgefordert, sich auf keinen Fall die Chance entgehen zu lassen, die das Turnier bietet, um Afrikas Image in der Welt zu ändern.
"In dieser Sache (der Ausrichtung der ersten FIFA-WM auf afrikanischem Boden durch Südafrika) steckt unheimlich viel Energie. Die Zeit ist reif, die Geschichte des afrikanischen Kontinents neu zu schreiben und eine Geschichte von Frieden, Demokratie und Investitionen daraus zu machen", erklärte der UN-Generalsekretär gestern gegenüber dem Leiter des Organisationskomitees für Südafrika 2010, Dr. Danny Jordaan, anlässlich eines Treffens in Bans UN-Büro in New York.
Der UN-Generalsekretär erinnerte sich noch voller Freude daran, wie sein Heimatland, die Republik Korea, 2002 gemeinsam mit Japan die erste WM auf dem asiatischen Kontinent ausgerichtet hatte. Er erklärte, das Turnier sei damals wesentlich mehr gewesen als nur 90 Minuten Fussball. Vielmehr sei es ein Großereignis gewesen, das in jede Ecke des Planeten ausstrahlte.
Angesichts der Konflikte in seinem eigenen Land erklärte er, dass besonders der Fussball, die Menschen zusammenbrachte und Solidarität und Gemeinsamkeiten schuf - noch mehr als andere Sportarten. Das würde auch in Südafrika der Fall sein, wenn man im Juni und Juli des nächsten Jahres die FIFA-WM ausrichtet.
"Die Weltmeisterschaft ist ein Traum, der 1994 begann, im ersten Jahr unserer Demokratie. Sie ist mittlerweile Teil unserer beständigen Bemühungen geworden, das Land zu einer Einheit zusammenzuschweißen", erklärte Jordaan.
In einer wichtigen Woche für das Organisationskomitee für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010 verabschiedeten alle Mitglieder der Generalversammlung der Vereinten Nationen einen Beschluss, die Veranstaltung im nächsten Jahr in Südafrika als Plattform für die soziale Entwicklung und den Frieden auf dem gesamten afrikanischen Kontinent zu unterstützen.
Dr. Jordaan dankte dem UN-Generalsekretär dafür, dass er Südafrika dabei unterstütze, die Botschaft der Hoffnung in die ganze Welt zu tragen.
"Frieden ist nicht nur das Fehlen von Krieg. Frieden bedeutet auch, Umstände zu schaffen, die für Hoffnung sorgen. Aufgabe dieser Weltmeisterschaft ist es, die Lebensumstände möglichst vieler Menschen zu ändern, und zwar über soziale Projekte, die Schaffung von Arbeitsplätzen und Fortschritte im Bereich der Telekommunikation und der Infrastruktur", erläuterte Jordaan.
Dabei lud er Ban Ki-Moon ein, die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr zu besuchen. Bei einer im weiteren Tagesverlauf stattfindenden Veranstaltung für die Medien im Konsulat Südafrikas in New York bekräftigte er, wie wichtig es sei, dass der UN-Generalsekretär das Turnier besuche.
"Der UN-Generalsekretär darf nicht nur kommen, wenn es einen Krieg auf dem Kontinent gibt, wenn er über Darfur sprechen möchte. Er muss Afrika auch besuchen, wenn Afrika feiert, wenn Afrika über sich hinauswächst. Wenn es gute Nachrichten gibt, sollte er auch da sein", erklärte Jordaan.
Südafrikas Botschafter bei den Vereinten Nationen, Baso Sangqu, äußerte, er sei sehr zufrieden mit der Unterstützung, die das Land für sein Engagement im Rahmen der Ausrichtung der WM 2010 seitens der Generalversammlung der Vereinten Nationen erhalten habe.
"Dieser Beschluss ist der erste dieser Art und unterstreicht die weltweite Unterstützung für das Bemühen Südafrikas, nicht nur ein weiteres sportliches Großereignis zu organisieren, sondern auch sicherzustellen, dass dieses auf einer Agenda für Frieden, Entwicklung und Stabilität für Afrika basiert. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass man auch noch lange nach Abpfiff der letzten Partie von all dem profitieren wird. Der Beschluss gibt weitere Impulse und wird dafür sorgen, dass die Vereinten Nationen diesen Weg auch weiterhin entschlossen gemeinsam mit Südafrika und Afrika gehen", erklärte Sangqu.
"Mehr als je zuvor erkennen wir die enorme Tragweite dieses Ereignisses. Die Unterstützung der 192 Mitgliedsstaaten der Generalversammlung bedeutet für uns einen weiteren Schub," sagte Dr. Jordaan, als er die UN-Generalversammlung über den aktuellen Stand für 2010 informierte, wobei er besonderen Wert auf die nachhaltigen positiven Auswirkungen des Turniers auf den afrikanischen Kontinent legte.
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