Kenias Fussball-Legende Musa Otieno und der junge Senkrechtstarter Dennis Oliech sind überzeugt, dass ihre Mannschaft für eine große Überraschung sorgen und sich für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ qualifizieren kann. Doch beide wissen auch, dass die kenianische Nationalmannschaft im richtigen Moment auf der Höhe sein muss, um in der schweren Gruppe B, in der es gegen Nigeria, Mosambik und Tunesien geht, zum Erfolg zu kommen.

"Ich habe schon alles genau durchgerechnet: wir müssen nicht nur all unsere Heimspiele gewinnen, sondern auch die Partie in Mosambik, und wir müssen in Nigeria und Tunesien nach Möglichkeit einen Sieg und ein Unentschieden holen", so Oliech gegenüber FIFA.com. "Das ist eine schwere Aufgabe, doch unser vorrangiges Ziel ist die Qualifikation für den Afrikanischen Nationen-Pokal. Dann werden wir sehen, ob wir noch größere Träume träumen dürfen. Natürlich denkt schon jetzt jeder an Südafrika, doch es wird sehr viel von unserem ersten Spiel abhängen. Wir müssen realistisch bleiben."

"Mangel an erfahrenen Spielern"
Der Stürmer von AJ Auxerre, der in nur 13 Länderspielen zehn Tore für Kenia erzielte, weiß, dass seine Nationalmannschaftskameraden besonders motiviert sind, sich für Südafrika oder zumindest für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2010 in Angola zu qualifizieren, da dies auch für sie einen Wechsel nach Europa bedeuten könnte.

"Wir haben einen Mangel an erfahrenen Spielern. Die Qualifikation für Angola 2010 könnte dafür sorgen, dass wir in Zukunft öfter Besuch von Talentscouts der europäischen Spitzenklubs bekommen", fuhr er fort. "Nur auf diese Weise können wir Erfahrung sammeln. Wir müssen also noch mehr als unser Bestes geben, um mit den anderen Teams mithalten zu können."

Respekt vor Nigeria
Otieno, der bereits seit 16 Jahren in der kenianischen Nationalmannschaft spielt, ist überzeugt, dass die Mannschaft einen ähnlichen Erfolg erreichen kann wie 2004, als Kenia sich letztmalig für den Afrikanischen Nationen-Pokal qualifizierte. Für den 35-Jährigen ist Nigeria derjenige Konkurrent, der seinem Team die größten Probleme bereiten könnte.

"Bisher haben wir uns recht gut geschlagen und konnten daher in die letzte Qualifikationsrunde einziehen", so Otieno. "Gegen Nigeria ist es aber immer besonders schwer. In der Mannschaft stehen einige der besten Spieler Afrikas, und die meistens Stars spielen in den großen europäischen Ligen. Doch auch sie sind nicht unschlagbar, auch wenn ich weiß, dass das sehr schwer ist."

Hoffnungen ruhen auf Hey
Für Kenia beginnt die nächste Runde der Qualifikation mit einem Heimspiel gegen Tunesien in Nairobi am 28. März. Dabei wird ein neuer Trainer an der Seitenlinie stehen. Der 38-jährige Deutsche Antoine Hey wurde Mitte Februar zum neuen Nationaltrainer Kenias ernannt. Er ist bereits der vierte Trainer innerhalb der letzten zwölf Monate.

"Ich habe mit dem neuen Trainer gesprochen und soweit ich erkennen kann, will er die momentan vorhandene Dynamik unbedingt fortsetzen", meinte Otieno. "Für ihn steht der Erfolg der Mannschaft absolut im Mittelpunkt. Das halte ich für äußerst wichtig."

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