Das Volk der Xhosa erweitert das kulturelle Spektrum Südafrikas um eine faszinierende spirituelle und kulturelle Facette. So besitzt zum Beispiel die Sprache, bekannt geworden wegen ihrer zahlreichen "Klick"-Laute, einen festen Platz in der südafrikanischen Geschichte - immerhin haben politische Größen wie Mandela, Steve Biko, Chris Hani, Thabo Mbeki, Walter Sisulu, Raymond Mhlaba und Govan Mbeki allesamt Xhosa gesprochen.
Die Xhosa sind Teil der Nguni-Migration, die aus der Region um die Großen Seen nach Süden führte. Der Name des Volkes rührt von einem ihrer Stammesführer namens uXhosa her, der den uXhosa-Clan begründete.
Seit jeher eine "offene Gesellschaft", die immer bereit war, von anderen Volksgruppen zu lernen und mit ihnen zu handeln und zu interagieren, gelang es der Xhosa-Kultur, ganze Kulturgruppen der Khoi und Griqua zu integrieren oder manchmal sogar zu absorbieren. Dies führte zur Aufnahme einer Vielzahl konsonantischer "Klick"-Laute, die zum größten Teil aus den heute ausgestorbenen Khoisan-Sprachen der Region stammen.
Fest zur traditionellen Xhosa-Kultur gehören Sangoma - Männer oder Frauen, die als Kräuterkundige, Wahrsager oder Heiler einer Gemeinschaft tätig sind.
Eine Schlüsselrolle bei der mündlichen Überlieferung der Xhosa-Traditionen spielt der "Imbongi", eine Art Barde, der traditionsgemäß am Hofe des Königs lebt und ihn bei allen wichtigen Angelegenheiten begleitet.
Imbongi Zolani Mkiva begleitete Nelson Mandela 1994 bei dessen Einführung ins Präsidentenamt.
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