"Laduma!", das südafrikanische Äquivalent zum deutschen "Tor!", wird von den fussballverrückten südafrikanischen Fans mit der nötigen Begeisterung gebrüllt. Das Wort kommt aus der Zulu-Sprache und bedeutet wörtlich "es donnert" - im Grunde eine passende Beschreibung für die Jubelstürme der Menge nach einem Tor ihres Teams. Dieser Slogan wurde ursprünglich vom bekannten Zulu TV-Kommentator Zama Masondo eingeführt, der nach jedem Tor "Laduma" schrie und dabei stark an den Ausruf "Gooooool" vieler südamerikanischer Kommentatoren erinnerte.

Häufig singt die Menge auch "Shosholoza", was sich zum allgemeinen Anfeuerungsgesang für die verschiedensten südafrikanischen Sportmannschaften entwickelt hat. Ursprünglich ein Volkslied der Wanderarbeiter, die von Simbabwe in die südafrikanischen Minen zogen, hat es sich als Lied der Fans südafrikanischer Teams durchgesetzt. Das Wort "Shosholoza" kommt aus dem Zulu und bedeutet etwa "Vorwärts" oder "mutig nach vorn".

Doch das Anfeuern allein genügt den südafrikanischen Fussballfans nicht - auch wenn sie ihre Lautstärke mithilfe von Vuvuzelas extrem in die Höhe schrauben können: Sie haben neue und innovative Wege entdeckt, mit denen sie ihre Lieblingsspieler bejubeln. Dazu gehören unter anderem das Wedeln mit frischen Fischen (als Ehrenbezeugung an Mark Fish) und das Tragen alter Schuhe um den Hals (für die Fans von John "Shoes" Moshoeu). Lucas Radebe wurde dagegen oft mit langsamen "Roo"-Rufen begrüßt (sein Spitzname).

Darüber hinaus betätigen sich die Fans auch gerne als Trainer: Wenn sie mit der Leistung eines Spielers unzufrieden sind, stehen sie auf und zeigen mit ihren Händen unmissverständlich an, dass der Betreffende ausgewechselt werden sollte.