Desmond Mpilo Tutu wurde am 7. Oktober 1931 in Klerksdorp geboren. Er war einer der engagiertesten Kämpfer gegen die südafrikanische Apartheid-Regierung. Tutu hatte ursprünglich als Lehrer gearbeitet, doch als die südafrikanische Regierung per Gesetz verordnete, dass schwarze Kinder eine schlechtere Ausbildung erhalten sollten als weiße, gab er seinen Beruf auf, um nicht Teil eines Ausbildungssystems zu sein, das die Schwarzen auf eine untergeordnete Rolle in der Gesellschaft vorbereitete. Stattdessen ließ er sich zum Priester der Anglikanischen Kirche ausbilden und erhielt 1961 die Priesterweihe.
1978 wurde Tutu Generalsekretär des Südafrikanischen Kirchenrats SACC. Diese Stellung verlieh ihm größere politische Macht und erlaubte es ihm, mit Zustimmung der dem SACC angeschlossenen Kirchen, seine Arbeit gegen die Apartheid fortzuführen. Zwischen 1970 und 1990 unternahm Tutu ausgedehnte Reisen, bei denen er sich für die Bürgerrechte der ins Abseits geschobenen schwarzen Bevölkerung Südafrikas einsetzte.
1986 wählte man den immer progressiven Tutu zum ersten schwarzen Erzbischof des Erzbistums Kapstadt - ein zutiefst symbolischer Akt, da Tutu dadurch - auf dem Höhepunkt der Apartheidspolitik - zum Oberhaupt der Anglikanischen Kirche Südafrikas wurde. Schon 1984 hatte er für seine Bemühungen den Friedensnobelpreis erhalten; außerdem wurde ihm der Albert-Schweitzer-Preis für Menschenrechte verliehen.
Seit 1995, nach dem Ende der Apartheid, ist Tutu Vorsitzender der "Truth and Reconciliation Commission" (Wahrheits- und Versöhnungskommission) in Südafrika.
Tutu hat eine enge Beziehung zum FIFA Weltpokal ™: Er unterstützte aktiv die Bewerbung Südafrikas und war sowohl bei der Bekanntgabe des Austragungsorts der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010 ™ als auch bei Auslosung der Qualifikationsgruppen für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006 ™ persönlich anwesend.
Es gibt sogar eine Band, die sich nach ihm benannt hat - Desmond and the Tutu's.
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