Es ist erst knapp 15 Jahre her, dass Südafrika nach fast drei Jahrzehnten Isolation wegen der Apartheid-Politik wieder auf die internationale Fussballbühne zurückkehrte.
In dieser kurzen Zeitspanne hat sich die Nationalmannschaft des Landes, genannt Bafana Bafana (Grüne Jungs), für zwei FIFA-Weltpokal ™-Endrunden qualifiziert und ein Mal den Afrikanischen Nationen-Pokal gewonnen.
Doch im Laufe dieser Erfolgsgeschichte, die sich fast wie ein Märchen liest, wurden zahlreiche Trainer verschlissen.
So ist Carlos Alberto Parreira, der mit Brasilien den FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002 ™ gewann, bereits der 14. Trainer, der die Nationalmannschaft Südafrikas in ebenso vielen Jahren betreut. Parreira übernahm sein Amt im Januar 2007 und hat einen Vertrag bis Juli 2010, also bis zum WM-Turnier in Südafrika.
Unter seinen Vorgängern waren ein Franzose, ein Portugiese und ein Engländer, die allesamt ihre Posten räumten, ohne die gewünschten Erfolge erreicht zu haben.
Für Parreira besteht die Herausforderung darin, die südafrikanische Nationalmannschaft für die FIFA WM 2010 im eigenen Land zu einem konkurrenzfähigen Team zu machen.
Natürlich weiß man auf Seiten der südafrikanischen Organisatoren, wie sehr der Erfolg des Turniers davon abhängt, dass die Nationalmannschaft des Gastgebers gut abschneidet. Man hofft, dass Südafrika es bis ins Viertelfinale (oder sogar noch weiter) schaffen kann und damit den bisherigen Rekord einer afrikanischen Mannschaft einstellt.
Seine bislang erfolgreichste Zeit erlebte der südafrikanische Fussball vor einem knappen Jahrzehnt, als das Team im Februar 1996 den Afrikanischen Nationen-Pokal im eigenen Land gewann.
Die von Clive Barker trainierte Mannschaft mit Spielführer Neil Tovey gilt noch heute als bestes Team in der Geschichte des Landes. In der siegreichen Mannschaft von damals standen Stars wie Lucas Radebe, später Kapitän bei Leeds United, John Moshoeu, der mit dem türkischen Spitzenklub Fenerbahçe Istanbul zu Titelehren kam, und Publikumsliebling Mark Fish, der in der Serie A für Lazio Rom und später in der englischen Premier League spielte.
Im Finale in Soccer City in Johannesburg setzte sich Südafrika damals mit 2:0 gegen Tunesien durch. Allerdings blieb dies der einzige Erfolg der Südafrikaner im Afrikanischen Nationen-Pokal, bei dem sie es lediglich 1998 noch einmal bis ins Finale schafften.
2000 belegte Bafana Bafana am Ende wenigstens den dritten Platz. Zwei Jahre später jedoch schied man bereits im Viertelfinale aus. 2004 in Tunesien kam Südafrika nicht einmal über die Vorrunde hinaus, und auch 2006 in Ägypten war für die Südafrikaner nach der Gruppenphase Schluss. Sie erzielten in ihren drei Spielen kein einziges Tor und fuhren ohne Punktgewinn wieder nach Hause.
Vor der Suspendierung Südafrikas durch die FIFA hatte die Mannschaft lediglich 22 Länderspiele bestritten, in denen es 16 Siege, ein Unentschieden und fünf Niederlagen gab. In der überwältigenden Mehrheit dieser Spiele war der Gegner Australien.
Seit der Rückkehr in die internationale Fussballfamilie im Jahr 1992 hat Südafrika rund 200 Spiele bestritten und eine Siegquote von knapp 40 Prozent erreicht.
Die meisten südafrikanischen Nationalspieler sind in den großen Ligen der Welt zu Hause, beispielsweise in Belgien, Deutschland, England, Griechenland, den Niederlanden, Russland und der Schweiz.
Frühere südafrikanische Nationalspieler waren für Klubs in den höchsten Ligen Frankreichs, Italiens, Portugals und Spaniens aktiv.
Südafrikas Rekordnationalspieler ist Shaun Bartlett, der zum Siegerteam des Afrikanischen Nationen-Pokals 1996 gehörte und später in der U.S.-amerikanischen Profiliga MLS, für den FC Zürich in der Schweiz und dann für Charlton Athletic in England spielte.
Bartletts Karriere ging nach 74 Länderspielen zu Ende, doch Siyabonga Nomvete und der jetzige Kapitän Aaron Mokoena, der für die Blackburn Rovers aktiv ist, sind auf dem besten Wege, diesen Rekord schon bald zu brechen.
McCarthy, der wie Mokoena bei den Blackburn Rovers unter Vertrag steht, schloss die Saison 2006/07 mit beeindruckenden 23 Toren ab. Der Stürmer hat sich für eine gewisse Zeit aus der südafrikanischen Nationalmannschaft zurückgezogen, um damit Platz für den Nachwuchs zu machen.
"Es geht darum, den jüngeren Stürmern zu mehr Erfahrung zu verhelfen. Ich denke, dass sich das letztlich für alle auszahlt", so McCarthy im Gespräch mit FIFA.com. "Wenn man mich allerdings auch in Zukunft für den besten Stürmer hält, dann kehre ich gerne zurück. Natürlich wäre es absolut fantastisch, an der WM in meinem Land teilzunehmen."
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