Benannt nach einem der berühmtesten Staatsmänner der Welt und der südafrikanischen Ikone, Nelson Mandela, ist Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth einer der beliebtesten Orte in Südafrika. Hier wird bei der FIFA WM 2010 unter anderem das Spiel um Platz drei ausgetragen.

Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth verfügt nicht nur über makellose Strände, sondern ist darüber hinaus auch eine der Hafenstädte Südafrikas. Sie liegt in der Eastern Cape Provinz, in der auch zahlreiche Prominenz, wie Mandela, Thabo Mbeki, Steve Biko, Chris Hani, Walter Sisulu und Oliver Tambo, leben.

Die Bauten der Stadt bieten einen lebendigen Überblick über die Entwicklung der Architektur seit dem 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart: So ist zum Beispiel das - heute noch genutzte - Opernhaus ein hervorragendes Beispiel viktorianischer Architektur. Darüber hinaus findet man die bei weitem größte Ansammlung von Art Nouveau-Gebäuden in Südafrika.

Port Elizabeth ist eine äußerst geschäftige Hafenstadt und zugleich Schwerpunkt der südafrikanischen Autoindustrie. Dennoch muss man von hier aus nur 30 Minuten mit dem Auto fahren, um in einer Fünf-Sterne-Lodge mitten in der Wildnis übernachten zu können.

Die Stadt ist der ideale Ausgangspunkt für jeden, der die Schönheiten des Ost-Kap entdecken will. In dieser Provinz treffen fünf verschiedene Biome aufeinander und machen sie zu einem Muss für Ökotouristen und zu einem idealen Reiseziel für alle, die die vielfältigen Landschaften Afrikas erleben wollen. Auch die Sunshine Coast mit ihren rauen, unberührten Stränden, und Hogsback, das angeblich als Inspirationsquelle für die "Herr der Ringe"-Bücher gedient haben soll, sind nur wenige Autostunden von Port Elizabeth entfernt.

Geschichte
Die Region rund um das heutige Port Elizabeth war ursprünglich von den Jäger- und Sammler-Völkern der Khoi und San besiedelt. Später ließen sich auch die Xhosa in diesem Gebiet nieder, hauptsächlich entlang des nahe gelegenen Sundays River.

Um 1820 trafen schließlich die ersten englischen Siedler im Gebiet von Port Elizabeth ein. Die Hafenstadt entwickelte sich für die Ankömmlinge aus England schnell zum Tor ins südafrikanische Hinterland, wo sie bei ihrer Besiedlung allerdings auf harten Widerstand der Xhosa trafen. Vor dem Goldrausch von 1896 war PE vor allem Umschlagplatz für Wolle, Mohair und Straußenfedern.

Am 6. Juni 1820 wurde die Stadt Port Elizabeth von Sir Rufane Donkin, dem amtierenden Gouverneur der Kapkolonie, offiziell gegründet. Er benannte die Siedlung nach seiner früh verstorbenen Frau Elizabeth.

Während der Zeit der Apartheid entwickelte sich Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth zu einem Zentrum des Widerstands.

Im Jahr 2000 wurde Port Elizabeth Teil eines neu geschaffenen Verwaltungsbezirks, der zu Ehren Nelson Mandelas den Namen Nelson Mandela Bay Municipality erhielt und die Gemeinden Port Elizabeth, Uitenhage und Dispatch umfasst.

Uitenhage wurde 1804 von einem holländischen Regierungsbeamten namens J.A. de Mist gegründet und hat viele alte Gebäude wie das Drostdy (1815) und das Rathaus (1882) zu bieten.

Fussball
Fussball, Rugby und Cricket gehören zu den populärsten Sportarten in dieser Region, und daher ist es auch nicht überraschend, dass viele der besten Spieler aus der Eastern Cape Provinz stammen.

Trotz einer spielstarken Amateurliga gibt es in Port Elizabeth keine "große" Profimannschaft - das letzte Profiteam, die Michau Warriors, stiegen 1997 aus der Premier Soccer League ab. Zuvor hatte PE Blackpool im Jahre 1991, nach der Vereinigung der bis dahin getrennten Fussballligen, ein kurzes Gastspiel in der höchsten südafrikanischen Profiliga gegeben. Die ehemaligen Bafana Bafana- Verteidiger Frank Schoeman und Patrick Mayo sowie Stürmer Elrio van Heerden (Blackburn Rovers) sind hier aufgewachsen.

Beim Afrikanischen Nationen-Pokal 1996 war Port Elizabeth Austragungsort für einige Spiele der Gruppenrunde und des Viertelfinales. Die meisten Partien fanden im Stadion der Eastern Province Rugby Football Union statt.

Bei der Nelson Mandela Challenge 2003 besiegte Südafrika in diesem Stadion Trinidad und Tobago. Zwei Jahre später war die Stadt im Rahmen des gleichen Turniers Gastgeber des Spiels Senegal - Südafrika, das die Bafana Bafana mit 2:3 verloren.