Johannesburg, die "Stadt des Goldes", ist das wirtschaftliche Zentrum Südafrikas und trägt ungefähr zwölf Prozent zum BSP des Landes bei.
Trotz des regen Wirtschaftslebens ist Jo'burg überraschend grün und offen für Aktivitäten unter freiem Himmel. Zahllose Bäume bilden einen "städtischen Wald und bilden einen der 2.328 Parks.
Auch der kulturelle Reichtum ist groß. Zu der Vielzahl von Museen und Gedenkstätten gehören unter anderem das Apartheid Museum, Constitution Hill und die lebendige Erinnerung an die South Western Townships (SOWETO). Der Mai Mai Market ist der älteste Markt Johannesburgs, der beste Ort, traditionelle Medizin zu finden. Der Ort ist zu einer wahren afrikanischen Stadt geworden, die zur Heimat von Menschen des ganzen Kontinents geworden ist.
Nicht weit von der Stadt entfernt liegt die Wiege der Menschheit. Zu diesem UNESCO-Weltkulturerbe gehören die Höhlen von Sterkfontein- hier wurden die ältesten Hominidenskelette gefunden.
Geschichte
Auf Tswana heißt Johannesburg eGoli, Ort des Goldes, doch die ersten Bewohner der Region waren in der Steinzeit die Buschmänner vom Volk der San. Die Gegend veränderte ihr Gesicht völlig, als ein australischer Goldsucher das Interesse an den Bodenschätzen unter der Oberfläche weckte.
Im Jahr 1886, zu Beginn des Goldrauschs von Witwatersrand, wuchs Johannesburg zu einer Stadt an.
In den Jahren der Apartheid wurde die Stadt zu einem politischen Brennpunkt. Soweto spielte eine wichtige Rolle bei der Befreiung Südafrikas. 1955 trafen sich zahlreiche Anti-Apartheid-Gruppen in Klipfontein und unterzeichneten die Freedom Charter. Diese Charta verlieh dem Glauben an gleiche Rechte für alle Ausdruck. Sie wurde auch Arbeitsgrundlage für die aktuelle südafrikanische Verfassung.
Fussball
Die Region Johannesburg ist das Herzland des südafrikanischen Fussballs, ihre Vereine bilden das Rückgrat der Profiligen. Die Mehrzahl der Vereine stammt aus Stadt und Umland, und die Stadien der Metropole haben zahlreiche historische Begegnungen gesehen.
Die Innenstadt ist ein Kristallisationskern der fussballerischen Entwicklung Afrikas. In den Redaktionsräumen der alten Rand Daily Mail nahm der Profifussball 1958 seinen Anfang. Später wurden die Gespräche über die Vereinigung des Fussballs in Südafrika im alten Rand International Hotel geführt. Die Kaizer Chiefs, die Orlando Pirates, Jomo Cosmos und der inzwischen aufgelöste Verein Highlands Park, außerdem die Rangers und Lusitano aus Johannesburg haben bereits die Meisterschaft gewonnen.
Kaizer Chiefs und Orlando Pirates haben die größte Anhängerschaft aller afrikanischen Klubs. Wenn man diese beiden Schwergewichte im Derby von Soweto aufeinander treffen sieht, begreift man, wieso es weltweit eines der am leidenschaftlichsten umkämpften Spiele ist.
Johannesburg hat viele erstklassige Spieler hervorgebracht. Sowohl Jomo Sono, der Gründer von Jomo Cosmos FC, als auch Kaizer Motaung, der Gründer der Kaizer Chiefs, haben in der North American Soccer League gespielt; Sono neben Pelé und Franz Beckenbauer bei Cosmos New York. Ace Ntsoelengoe, Doctor Khumalo und Lucas Radebe sind weitere namhafte Spieler, die Jo'burg ihre Heimat nennen. Ntsoelengoe wird als einer der größten Fussballer verehrt, die Südafrika je hervorgebracht hat. Auch er hat in der NASL enorme Erfolge gefeiert.
Wits, das in der Premier League spielende Team der Universität von Witwatersrand in Johannesburg, trägt wegen seiner akademischen Heimat den Spitznamen Clever Boys oder Students.
In Johannesburg fanden bereits wichtige Fussball-Ereignisse, wie beispielsweise der Afrikanische Nationen-Pokal statt, den der Gastgeber durch den 2:0-Finalsieg gegen Tunesien für sich entscheiden konnte. Im Ellis Park Stadium wurde das historische Rugby-WM-Finale von 1995 ausgetragen, in dem Südafrika den Titel gewann.
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