Fabio Capello (Trainer, England):
"Es ist zwar günstig, dass wir unser Auftaktspiel dort bestreiten, wo sich auch unser Quartier befindet, aber wir werden es mit schwierigen Gegnern zu tun bekommen, denen wir mit Respekt begegnen müssen. Die USA haben ein gutes Team, aber auch Algerien und Slowenien sind nicht zu unterschätzen. Jeder Gegner auf den man bei einer WM trifft, ist ein schwerer Gegner. Wir werden unsere letzen beiden Gruppenspiele auf Meereshöhe bestreiten. Das wird eine ganz andere Herausforderung werden als bei unserer Auftaktpartie in Rustenburg. Aber ich möchte nicht nach Ausflüchten suchen. Jedes Team wird es mit hartnäckigen Kontrahenten zu tun bekommen, muss unter schwierigen Bedingungen spielen und am Ende Spiele für sich entscheiden, um die WM-Trophäe zu gewinnen.

Wir haben vor kurzem schon gegen die USA und auch gegen Slowenien gespielt und beide geschlagen. Beide Mannschaften sind hervorragend organisiert, sie pflegen ein exzellentes Passspiel und werden daher würdige Gegner für England sein. Die Algerier haben Ägypten geschlagen und besitzen ebenfalls ein sehr gutes Team. Aber ich muss zugeben, dass wir diese Mannschaft noch eingehender analysieren müssen, da wir sie noch nicht gut genug kennen. Ich weiß aus meiner Erfahrung als Spieler, dass der Druck bei einer WM enorm hoch und nicht mit dem anderer Turniere vergleichbar ist. Die Einstellung ist völlig anders. Aber wir werden die Weltmeisterschaft gewinnen. Wir müssen sie einfach gewinnen!"

Bob Bradley (Trainer, USA):
"Das wird eine aufregende WM-Auftaktpartie für uns. England ist wirklich einer der schwierigsten Gegner im Feld. Das wird sicherlich eine ganz besondere Partie. Für die Fans hätte es nicht besser kommen können, und für die Spieler ist es nicht weniger aufregend. Wir kennen die Geschichte beider Mannschaften bei FIFA Fussball-Weltmeisterschaften nur allzu gut: Vor allem 1950 war ein historisches Jahr. Aber die Zeiten haben sich seitdem grundlegend geändert. Für uns ist die WM in Südafrika eine große Herausforderung, und wir können es kaum erwarten, uns ihr zu stellen. Ich denke, dass England und die USA in dieser Gruppe die Favoriten auf das Weiterkommen sind, auch wenn sich sowohl Algerien als auch Slowenien bravourös ihren Platz in der WM-Endrunde erkämpft haben: Algerien mit einem historischen Sieg gegen Ägypten in Sudan und Slowenien durch einen glänzenden Playoff-Sieg in Europa gegen Russland. Aber wir glauben, dass das eine machbare Gruppe ist und dass wir eine echte Chance auf das Weiterkommen haben. Der FIFA Konföderationen-Pokal hat uns dabei geholfen, uns nicht nur an die Spielstätten, sondern auch an die klimatischen Bedingungen zu gewöhnen, die uns in Südafrika erwarten. Ich denke, es wird eine gute WM für uns werden. Mehr noch, ich bin sicher, dass es gut für uns laufen wird."

Rabah Saadane (Trainer, Algerien):
"Auch wenn England und die USA die favorisierten Teams sind, denke ich, dass es insgesamt eine ausgeglichene Vorrundengruppe ist. Es ist sehr schwer zu sagen, wer sich letztendlich qualifizieren wird. Ich denke aber, dass die Engländer in jedem Fall weiterkommen werden und dass sie auch das Zeug dazu haben, diese WM zu gewinnen. England ist eine großartige Turniermannschaft, die auch durch hervorragende individuelle Qualität besticht. Und mit Fabio Capello an der Spitze, den ich übrigens sehr respektiere, hat die Mannschaft nun italienische Effektivität und Durchschlagskraft eingeimpft bekommen, die man in der Vergangenheit im englischen Spiel vielleicht vermisste. Die Engländer haben in ihren Qualifikationsspielen all diese Qualitäten eindrucksvoll gezeigt. Wir selbst haben in der Qualifikation eine gute Form gezeigt und sind daher auch weitergekommen. Aber vor allem ist für uns ein Traum Wirklichkeit geworden. Die Qualifikatioin für den Afrikanischen Nationen-Pokal ist schon eine wunderbare Sache, aber bei einer FIFA WM dabei zu sein, ist absolut fantastisch. Die Fans zu Hause fühlen sich wie im siebten Himmel. Diese WM-Teilnahme bedeutet uns und unserem Land sehr viel."

Matjaz Kek (Trainer, Slowenien):
"Wir werden unser Bestes geben. Ich bin etwas enttäuscht. Nicht wegen der Gegner, die uns zugelost wurden, aber wegen der vielen Reisen, die uns bevorstehen. Wir sind ein kleines Land, aber wir sind hoch motiviert und werden unsere Aufgabe mit viel Herzblut angehen. Es ist bestimmt nicht so, dass wir nichts zu verlieren hätten. Ganz im Gegenteil: Es stehen für uns drei Begegnungen auf dem Spiel, die wir verlieren könnten. Es steht immer etwas auf dem Spiel. Wir hoffen nur, dass wir gute Leistungen abliefern können. Aber es wird auf jeden Fall keine leichte Angelegenheit. Slowenien ist bei dieser WM der kleinste Teilnehmer. Aber jetzt wissen wir endlich, worauf wir uns einstellen und auf was wir uns vorbereiten müssen. Der Sieg über Russland in den Playoffs hat uns viel Selbstvertrauen gegeben, auch wenn es für uns nicht unbedingt eine Riesenüberraschung war. Wir glauben stets an uns und wissen, dass wir eine ganze Menge erreichen können, wenn wir gut vorbereitet sind. Für mich selbst ist es sehr beruhigend zu wissen, dass ich zwei unserer Gegner bereits sehr gut kenne. Wir haben kürzlich gegen England gespielt, und ich habe die USA beim FIFA Konföderationen-Pokal Südafrika 2009 sehr intensiv beobachtet. Jetzt müssen wir sie nur noch besser kennen lernen!"