Nicht weniger als 35 Mannschaften hoffen darauf, einen der 3,5 Startplätze zu belegen, die 2010 in Südafrika für die Region zur Verfügung stehen. Daher ist abzusehen, dass es in der CONCACAF-Zone zu einem erbitterten Konkurrenzkampf kommen wird, wenn die Spiele Anfang 2008 beginnen. Die Erzrivalen USA und Mexiko sind hierbei naturgemäß die favorisierten Anwärter auf die ersten beiden Ränge, während die Costaricaner darauf hoffen, ihre in der letzten Zeit erfolgreiche Qualifikationsgeschichte fortzusetzen, indem sie die WM-Endrunde zum dritten Mal in Folge erreichen. Darüber hinaus gibt es jedoch noch eine große Anzahl an hoffnungsvollen, talentierten Außenseitern, die gern ihre eigene Geschichte schreiben würden. Dazu zählen die stets knapp scheiternden Honduraner, Trinidad und Tobago, Kanada, die Reggae Boyz aus Jamaika sowie auch Panama und Guatemala.

Erst wird unter den "Kleinen" ausgewählt
In der ersten Runde spielen die 24 am schlechtesten platzierten Teams der CONCACAF-Zone gegeneinander, wobei die Anzahl auf zwölf Mannschaften reduziert wird, bevor die größeren Nationen ins Geschehen eingreifen.

Als Nächstes steht den elf glücklichen Siegern aus der ersten Runde (sowie der Mannschaft von St. Vincent und die Grenadinen, die ein Freilos in die zweite Runde gezogen hat) die schwierige Aufgabe bevor, gegen eines der Spitzenteams der Region in je einem Hin- und einem Rückspiel anzutreten. Wenn alles ohne Überraschungen verläuft, dürften die drei Favoriten der Region (USA, Mexiko und Costa Rica) vor nicht ganz leichten Aufgaben stehen, wenn sie in der dritten Runde ihre Hin- und Rückspiele absolvieren.

Die USA könnten auf Kuba, Guatemala sowie Trinidad und Tobago treffen, die sich für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ qualifizieren konnten, während sich die Mexikaner auf Reisen nach Honduras, Kanada und Jamaika einrichten können. Die Costaricaner werden mit einigen heiß umkämpften Begegnungen rechnen können, wenn sie auf Guyana - zwischen 2004 und 2006 in 14 Spielen ungeschlagen -, Panama und Karibikmeister Haiti treffen.

Die beiden bestplatzierten Teams aus jeder Gruppe der dritten Runde gelangen in die aus sechs Mannschaften bestehende letzte Qualifikationsrunde, aus der die drei Bestplatzierten sich direkt für Südafrika 2010 qualifizieren, während der Viertplatzierte die Chance bekommt, gegen das fünftbeste südamerikanische Team um den verbleibenden Platz zu spielen.

Historisches
Die USA setzten sich vor der Qualifikation für die FIFA WM 2006™ zum ersten Mal vor dem erbitterten Rivalen Mexiko als bestes Team der Region durch, was die Rivalität dieses Mal besonders anstacheln wird. Mexiko hat sich bereits zwölf Mal qualifiziert, öfter als jedes andere Team aus dieser Region, doch die USA präsentieren sich seit der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1990 in Italien stets in guter Form, nachdem sie zuvor 40 Jahre lang nicht an WM-Endrunden teilgenommen hatten.

Die Costaricaner sind mittelamerikanischer Titelverteidiger und haben sich seit ihrem WM-Debüt 1990 für die letzten beiden Endrunden qualifiziert. Sie werden sich unter ihrem neuen Trainer und der früheren Spielerlegende Hernan Medford gute Chancen ausmalen, doch gegenwärtig machen sie nicht einen solch starken Eindruck wie noch vor ein paar Jahren.

Auch wenn die drei Spitzenteams als Favoriten gehandelt werden, auf die WM-Bühne zurückzukehren, gibt es eine Handvoll aufstrebender Mannschaften, die noch ein Wörtchen mitreden wollen. Da ist vor allem Trinidad und Tobago, auch wenn der gewiefte Trainer Leo Beenhakker nicht mehr am Ruder steht und Dwight Yorke, der frühere Star von Manchester United, in den Ruhestand getreten ist.

Eine neue Hoffnung
Die Mannschaft aus Panama wurde in der letzten Zeit immer stärker. Sie erreichte im Vorfeld der WM 2006 zum ersten Mal in ihrer Geschichte die letzte Qualifikationsrunde und belegte beim CONCACAF Gold Cup 2005 hinter den USA den zweiten Platz.

Auch das Team aus Guatemala, das nur knapp in der Qualifikation für Deutschland 2006 scheiterte, wird sich dieses Mal mehr erhoffen und sich dabei auf seinen talentierten Torjäger Carlos Ruiz verlassen. Obwohl die Mannschaft Jamaikas sich gerade im Umbruch befindet, könnte dennoch mit ihr zu rechnen sein, und auch die Kanadier hoffen, bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ zum zweiten Mal eine Endrunde zu erreichen.

Die Frage
Können die Honduraner endlich ihrem Anspruch gerecht werden und zur Endrunde in Südafrika vorstoßen?