Wie nach der Auslosung der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ allgemein erwartet worden war, machten Saudiarabien und Usbekistan den ersten Platz in der asiatischen Qualifikationsgruppe 4 unter sich aus. Am Ende setzten sich die Saudis mit einem hauchdünnen Vorsprung (um ein Tor bessere Tordifferenz) durch, obgleich sie mitten in der Qualifikation den Trainer ersetzten und bis zum letzten Spieltag hinter Usbekistan lagen. Singapur brachte es immerhin auf zwei Siege gegen Libanon, das abgeschlagen ohne einen einzigen Punkt Gruppenletzter wurde.

Die größte Überraschung
Usbekistan - Saudiarabien 3:0, Tashkent, 26. März

Beide Mannschaften waren im Februar mit Siegen in die Qualifikationsrunde gestartet. Der Sieger dieses zweiten Spieles würde sich in der Gruppe nicht nur die Tabellenführung, sondern auch einen erheblichen psychologischen Vorteil sichern. Während die Saudis nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden ihres Kapitäns Yasser Al Qahtani in der 39. Minute noch nach einer neuen Ordnung suchten, nutzten die Gastgeber die Gelegenheit zum Führungstreffer, den Timur Kapadze per Kopf unmittelbar vor der Pause erzielte. Auch im zweiten Durchgang hielten die Usbeken den Druck aufrecht und konnten in der 66. Minute ihren Vorsprung auf 2:0 ausbauen: Kapitän Maksim Shatskikh brach in halbrechter Position durch und brachte den Ball im Tor unter. Nur zwei Minuten später stellte Server Djeparov mit einem verwandelten Elfmeter den 3:0-Endstand her.

Das entscheidende Spiel
Usbekistan - Singapur 1:0, Tashkent, 7. Juni

Nach drei Siegen in den ersten drei Spielen standen die Usbeken kurz davor, sich als erste asiatische Mannschaft den Einzug in die abschließende Runde zu sichern. Doch es wurde für die Gastgeber eine deutlich engere Partie als das Hinspiel, das man in Singapur mit 7:3 gewonnen hatte. Die Singapurer leisteten bis zur 80. Minute tapfere Gegenwehr, doch dann gelang dem in der zweiten Halbzeit eingewechselten Alexander Geynrikh nach einem Gewühl vor dem Tor endlich der erste Treffer. Drei Minuten vor Schluss wäre den Gästen fast noch der Ausgleich geglückt, doch der Kopfball von Aleksandr Duric war letztlich nicht kraftvoll genug und konnte daher die Jubelfeiern der Usbeken nicht mehr verhindern.

Die Starspieler
Usbekistans Kapitän Maksim Shatskikh hat beste Chancen, Torschützenkönig der asiatischen WM-Qualifikation zu werden. In der zweiten Runde traf er allein gegen Chinese Taipei fünf Mal. Gegen Saudiarabien und Singapur war der Stürmer von Krylia Sovetov Samara ebenfalls erfolgreich. Sein Mannschaftskamerad Server Djeparov brachte es in der dritten Runde auf vier Treffer, mit denen er maßgeblich zum Torrekord Usbekistans von 15 Treffern beitrug.

Denkwürdige Momente
Im letzten Gruppenspiel zwischen Saudiarabien und Usbekistan am 22. Juni ging es eigentlich um nichts mehr, denn beide Mannschaften hatten den Einzug in die nächste Runde bereits sicher. Doch die Saudis wollten eine Revanche für die 0:3-Hinspielniederlage und konnten sich mit einem Sieg mit vier Toren Differenz sogar den Gruppensieg sichern. Und genau das gelang ihnen dann auch.

Unter dem neuen Trainer Nasser Al Johar, der Saudiarabien schon beim FIFA Weltpokal Korea/Japan 2002™ betreut hatte, holten die Gastgeber bis zur Pause bereits eine 2:0-Führung durch Treffer von Abdoh Autef und Malek Maaz heraus. In der 56. Minute erhöhte Saad Al Harthi auf 3:0, und schließlich erzielte wieder Maaz drei Minuten vor Schluss tatsächlich noch den Treffer zum 4:0-Endstand. Damit schlossen beide Teams die Gruppe mit 15 Punkten ab, wobei die Saudis wegen der besseren Tordifferenz den Gruppensieg feiern durften.