In der asiatischen Qualifikationsgruppe 2 kreuzten sich die Wege guter Bekannter: Japan, Bahrain und Oman hatten auch schon in der vorangegangenen WM-Qualifikation in Asien gegeneinander gespielt. Die Japaner, die auf dem Weg zur Endrunde in Deutschland 2006 gegen die zwei westasiatischen Konkurrenten ohne Niederlage geblieben waren, konnten sich auch dieses Mal durchsetzen und sicherten sich bereits am vorletzten Spieltag den Einzug in die dritte Runde. Überraschend war hingegen die Leistung der Bahrainer, die bis zur 0:1-Niederlage gegen Japan die Tabellenführung innehatten.

Die größte Überraschung
Bahrain - Japan 1:0, Manama, 26. März

Das zweite Spiel im Nationalstadion von Manama war für die Gastgeber mehr als nur ein WM-Qualifikationsspiel. Bahrain hatte Japan noch nie zuvor bei einem großen internationalen Turnier besiegen können. Die Halbfinalpartie beim AFC Asien-Pokal 2004 ging ebenso verloren, wie das Aufeinandertreffen im Rahmen der letzten asiatischen Qualifikationsrunde für Deutschland 2006. Vor begeisterten und leidenschaftlichen Zuschauern gelang den Schützlingen von Milan Macala durch einen Kopfballtreffer von A'ala Hubail in der 77. Minute erstmals ein Erfolg gegen die Japaner, mit dem sie sich die Tabellenführung und drei Punkte Vorsprung vor Japan sicherten.

Das entscheidende Spiel
Japan - Oman 3:0, Yokohama, 2. Juni

Nach der 0:1-Niederlage Japans gegen Bahrain war die Qualifikation Japans ernsthaft gefährdet. Trainer Takeshi Okada sah sich massiver Kritik ausgesetzt und holte Mittelfeldregisseur Shunsuke Nakamura zurück in die Mannschaft, um die Offensive vor den zwei Partien gegen Oman zu stärken. Das Vertrauen in den Spielmacher von Celtic Glasgow zahlte sich sofort aus: Nakamura trug maßgeblich zum klaren 3:0-Erfolg bei, indem er einen Treffer selbst erzielte und einen weiteren vorbereitete. Kapitän Yuji Nakazawa hatte die Japaner schon nach zehn Minuten in Führung gebracht. In der 22. Minute leitete Nakamura einen blitzschnellen Konter ein, den Yoshito Okubo mit dem Treffer zum 2:0 perfekt abschloss. Nakamura selbst sorgte dann mit seinem Tor zum 3:0 vier Minuten nach der Pause für die endgültige Entscheidung.

Die Starspieler
Während bei den Japanern Shunsuke Nakamura der einflussreichste Spieler war, hatten die Bahrainer mit A'ala Hubail ebenfalls eine unbestrittene Führungsfigur in ihren Reihen. Hubail, der beim Asien-Pokal 2004 mit vier Treffern gemeinsam mit dem Iraner Ali Karimi Torschützenkönig wurde, trug mit zwei Toren zu den Auftaktsiegen Bahrains gegen Oman und Japan bei.

Denkwürdige Momente
Der 14. Juni wurde für Bahrain zum denkwürdigen Datum. Im vorletzten Spiel konnte das Team sich durch den erforderlichen Punktgewinn gegen Oman bereits den Einzug in die letzte Runde sichern. Doch auch anderswo gab es Grund zum Jubel: Auch die Japaner sicherten sich durch ihren Sieg gegen Thailand das Weiterkommen. Und auch für Oman, das später ausschied, gab es einen Grund zum Feiern: Ismail Al Ajmi erzielte nach nur zehn Sekunden in der Partie gegen Thailand den schnellsten Treffer des gesamten Qualifikationswettbewerbes.