Viel Abwechslung in der "Quali" der CONCACAF-Zone

Nachdem die Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ in der CONCACAF-Zone am Wochenende mit einem überraschenden Unentschieden der Cayman-Inseln auf Bermuda begonnen hatte, sorgten auch die sechs Spiele vom Mittwoch für viel Gesprächsstoff in der "Neuen Welt". Zunächst bezog St. Kitts und Nevis eine Lektion in Effizienz durch Belize, dann sorgten die Niederländischen Antillen auswärts für eine Überraschung.

St. Kitts hatte unter Führung von Atiba Harris, Vollblutstürmer von Chivas USA, in Guatemala-Stadt gegen Belize zunächst mehr vom Spiel. Doch die Mittelamerikaner ließen sich davon nicht im Geringsten beeindrucken und erzielten in der ersten Halbzeit mit vier Schüssen auf das Tor drei Treffer, die die Partie bereits entschieden. Dean McCauley trug zwei Treffer zum 3:1-Sieg bei. Das einzige Tor für die Insulaner erzielte Gerard Williams bei einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor.

Mehr Erfolg hatten die Niederländischen Antillen, die in der 15. Minute durch einen Treffer von Anton Jongsma vom FC Zwolle in Nicaragua mit 1:0 in Führung gingen und diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand gaben. Dabei kam den Insulanern insbesondere die Erfahrung der Spieler zugute, die in den Niederlanden bereits Profiluft schnuppern konnten. Die Nicaraguaner konnten ihren Heimvorteil trotz eines jüngst abgehaltenen Trainingslagers in Brasilien nicht nutzen und stehen nun vor dem Rückspiel in Willemstad mit dem Rücken zur Wand.

Das kleine Dominica sicherte sich durch eine beeindruckende Leistung im Heimspiel gegen das favorisierte Team von Barbados ein 1:1-Unentschieden. Die Gäste mussten allerdings auf die Dienste der England-Legionäre Marlon Harewood und Emerson Boyce verzichten. Richard Pacquette brachte die Gastgeber nach 20 Minuten in Führung. Drei Minuten vor der Pause erzielte Rashida Williams dann den Ausgleichstreffer für Barbados.

Noch beeindruckender war indes der Sieg der Turks- und Caicos-Inseln gegen St. Lucia. Die Treffer von Gavin Glinton und David Lawie sicherten den Gastgebern einen 2:1-Erfolg und damit den ersten Heimsieg aller Zeiten. Denn es war auch das erste Spiel, das überhaupt jemals auf den Inseln ausgetragen wurde. Die 2.000 Fans, die Zeuge dieses historischen Ereignisses wurden, machten danach mit ihren überschwänglichen Feiern die Nacht zum Tage.

Antigua und Barbuda ließ beim Auswärtsspiel in Oranjestadt auf Aruba nichts anbrennen. George Dublin und Gayson Gregory, zwei der insgesamt drei Profis in der Mannschaft, erzielten jeweils einen Treffer. Der dritte war ein unglückliches Eigentor, das Daryl Siera unterlief.

Kantersieg für El Salvador
Eine wahre Torflut gab es in bei der Partie zwischen El Salvador und dem völlig überforderten Anguilla. Die Salvadorianer erzielten nicht weniger als zwölf Treffer und untermauerten mit diesem Kantersieg ihren Anspruch, an frühere Erfolge anzuknüpfen. Rudi Coralles markierte allein fünf Tore, mit denen er sich an die Spitze der CONCACAF-Torschützenliste setzte. Veteran Ronald Cerritos seinerseits schaffte immerhin einen Hattrick. Die Chancen Anguillas, die nächste Runde zu erreichen, sind damit gleich Null.

Von den Hinspielen steht noch die Partie zwischen Bahamas und den Britischen Jungferninseln aus, die am 26. März ausgetragen wird. Nur vier Tage später folgt das Rückspiel zwischen diesen beiden Kontrahenten.

Die anderen Rückspiele werden ebenfalls Ende März ausgetragen, ebenso wie drei Paarungen, die in nur einem Spiel entschieden werden, nämlich Dominikanische Republik - Puerto Rico, Amerikanische Jungferninseln - Grenada und Surinam - Montserrat.

Die elf siegreichen Teams der ersten Runde folgen St. Vincent/Grenadinen in die nächste Runde, in der es wieder in Hin- und Rückspiel gegen die zwölf bestplatzierten Teams der Region geht, darunter die USA, Mexiko, Trinidad und Tobago und sowie Costa Rica.