Nach dem 1:1-Unentschieden zwischen den Cayman-Inseln und Bermuda am vergangenen Sonntag geht die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika am Mittwoch mit sechs weiteren Spielen in der Nord-, Mittelamerika- und Karibik-Zone weiter.

In der ersten Qualifikationsrunde sind vor allem karibische Außenseiter im Einsatz, aber auch einige Fussballzwerge aus Mittelamerika schnuppern zum ersten Mal WM-Luft. El Salvador und Nicaragua spielen jeweils zu Hause gegen Anguilla bzw. die Niederländischen Antillen.

Carlos de los Cobos, der ehrgeizige Trainer von El Salvador, hofft, die Mittelamerikaner zum dritten Mal zur Endrunde einer FIFA Weltmeisterschaft führen zu können, nachdem man in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine lange Durststrecke erlebt hatte. Zu seinen Spielern zählen unter anderem die talentierten Youngsters Dennis Alas und Eliseo Quintanilla, die fest entschlossen sind, den Außenseitern aus Anguilla keine Chance zu lassen.

Auch Nicaragua ist beim Spiel gegen die Niederländischen Antillen in Diriamba haushoher Favorit. Trainer Mauricio Cruz wird nun beim Spiel gegen diesen gefährlichen Underdog sehen, ob sich das jüngste Trainingslager seiner Mannschaft in Brasilien gelohnt hat. Die Mittelamerikaner bekommen es immerhin mit einigen Spielern zu tun, die bei größeren niederländischen Klubs unter Vertrag stehen.

Ein weiterer mittelamerikanischer Vertreter - das bislang äußerst erfolglose Belize - trifft am Mittwoch in Guatemala-Stadt auf St. Kitts und Nevis. Da es in Belize kein den Anforderungen entsprechendes Stadion gibt, muss die Mannschaft gegen die von USA-Legionär Atiba Harris angeführten Insulaner auf den Heimvorteil verzichten. "Ich möchte Belize nicht von vornherein abschreiben, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das Hinspiel gewinnen werden", sagte der Stürmer von Chivas USA im Gespräch mit FIFA.com.

Inselträume
In der ersten Qualifikationsrunde der CONCACAF-Zone sind in Hin- und Rückspiel vor allem kleine karibische Ferieninseln im Einsatz.

Barbados ist beim Gastspiel in Dominica hoher Favorit und plant dort einen klaren Sieg ein. Trainer Eyre Sealy, der auf einige Spieler aus der englischen Premier League (wie etwa Marlon Harewood und Emerson Boyce) zurückgreifen kann, hat den ersten Gegner in Gedanken bereits abgehakt und denkt schon an den nächsten großen Test: das Aufeinandertreffen mit der Fussballmacht USA. "Dominica müssen wir einfach schlagen", sagte der Coach im Brustton der Überzeugung. "Und warum sollten wir nicht auch gegen die USA ein gutes Ergebnis erreichen?"

Antigua und Barbuda dürfte sich für das Auftaktspiel gegen Aruba deutlich realistischere Ziele gesteckt haben. Die Hoffnungen auf einen Erfolg der kleinen Zwei-Insel-Nation beruhen vor allem auf den drei Trinidad-Legionären: Peter Big Pete Byers, Gayson Bubbler Gregory und George Sowa Dublin.

Die Turks- und Caicos-Inseln werden auf jeden Fall Geschichte schreiben - ob sie nun gewinnen oder verlieren. Das Hinspiel am Mittwoch gegen St. Lucia wird das allererste Länderspiel auf den Inseln sein. Das neu errichtete National Stadium ist bereit für die Feuertaufe - vor allem dann, wenn auch MLS-Angreifer und TCI-Legende Gavin Glinton in Torlaune ist.

Das letzte Hinspiel findet am 26. März zwischen Bahamas und den Britischen Jungferninseln statt - nur wenige Tage vor dem Beginn der entscheidenden Rückspiele.

Die Sieger dieser ersten Qualifikationsrunde treffen anschließend in Hin- und Rückspiel auf die zwölf bestplatzierten Teams der CONCACAF-Zone. Hierzu gehören fussballerische Schwergewichte wie Mexiko, die USA, Costa Rica sowie Trinidad und Tobago.

Die drei übrigen Erstrundenpaarungen dieser Region werden in jeweils einem einzigen Duell am 26. März entschieden. Eine stark verbesserte Mannschaft aus Puerto Rico trifft auf die Dominikanische Republik, während es die Amerikanischen Jungferninseln mit Grenada und Montserrat mit Surinam zu tun bekommen.

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