
Die Nummer zehn der Argentinier war kaum vom Ball zu trennen und wurde vom gesamten Stadionrund gefeiert. Wer das liest und nicht weiß, von wem die Rede ist, könnte meinen, es ginge um Diego Armando Maradona. Der Spieler, der im Ellis-Park-Stadion gegen Nigeria eine brillante Vorstellung bot und für seinen Zauberfussball viel Applaus von den Rängen einheimste, war jedoch Lionel Messi.
"Von Lío möchte ich, dass er immer nah am Ball ist. Das hat heute funktioniert. Wenn er Spaß hat, haben wir alle Spaß. Der Fussball wäre längst nicht so schön, wenn er den Ball nicht spielen würde", so Maradona über den Spieler, den viele als seinen Nachfolger in der Fussballwelt ansehen. "Ich freue mich für ihn. Er hat diese Anerkennung verdient", fügt Juan Verón hinzu, der sich im Mannschaftshotel ein Zimmer mit Messi teilt.
Messi zufrieden
Und was sagt Messi selbst nach seinem ersten WM-Spiel als Stammspieler? "Ich habe mich am Ball sehr sicher gefühlt, und das ist für mich das Wichtigste. Wir haben guten Fussball geboten und am Ende verdient gewonnen. Einmal ganz davon abgesehen, dass ich mich hier so gut präsentieren konnte, war es sehr wichtig, dieses erste Spiel zu gewinnen", erklärte der Spieler des FC Barcelona nach der Partie in der Kabine.
"Wir wussten, dass wir mit einem Erfolg in dieses Turnier starten mussten, und das haben wir auch getan. Wir haben den Druck aus der Qualifikation abgeschüttelt. Das war wichtig. Damit ist die negative Vergangenheit abgehakt. Jetzt müssen wir uns langsam auf Korea einstellen, aber wir haben Zeit", meinte er weiter.
Lob vom Gegner
Auch von den Nigerianern gab es nur lobende Worte für den argentinischen Star. "Er ist der beste Spieler der Welt. Das hat er heute Nachmittag bestätigt. Die Argentinier sind stark im Angriff, aber er ist einfach unglaublich. Unsere Abwehr hat getan was sie konnte, aber er war nicht aufzuhalten", so der nigerianische Schlussmann Vincent Enyeama bedauernd, der für seine Glanzparaden als bester Spieler der Partie die Auszeichnung "Budweiser Man of the Match" erhielt.
Peter Odemwingie konnte sich der Analyse des Torhüters nur anschließen: "Wir haben uns vor Kurzem noch in der Kabine darüber unterhalten, wie schwierig es ist, gegen Messi zu spielen, und wie schnell er ist. Darin waren wir uns alle einig. Ich glaube, wir haben unser Bestes gegeben, um ihn und seine Mitspieler aufzuhalten, aber sie sind einfach eine erstklassige Mannschaft", erklärte er. Angesichts dieses Auftritts sollte die Abwehr der Republik Korea schon einmal gewarnt sein. Messi ist in Hochform und will noch höher hinaus.









