Südafrikas Fans im WM-Fieber
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In gerade einmal drei Tagen wird Südafrika den roten Teppich für die 32 besten Mannschaften der Welt und ihre Anhänger ausrollen, wenn am Freitag, dem 11. Juni, im Soccer-City-Stadion in Johannesburg der Anpfiff zur ersten Endrundenpartie einer FIFA-WM auf afrikanischem Boden ertönt. In dem beeindruckenden Stadion treffen die Gastgeber auf das Team Mexikos, und es dürfte sicherlich einer der stolzesten Augenblicke für die Einwohner der Regenbogen-Nation sein.

Das WM-Fieber hat mittlerweile Südafrikas neun Provinzen mit voller Intensität gepackt und die Euphorie darüber, das größte Fussballturnier der Welt auszurichten, hat im Land ungeahnte Höhen erreicht. Auch die Zuversicht unter den Bürgern auf der Straße ist auf einem neuen Höhepunkt, während sich das Land auf ein Ereignis vorbereitet, das viele Südafrikaner als "zweites Wunder" (nach dem dramatischen Wandel zur Demokratie) bezeichnen.

Wohin man auch reist in Südafrika - als erstes sieht man die Nationalfahne des Landes an Gebäuden und gut einem Drittel aller Fahrzeuge auf den Straßen. "Wir sind alle unglaublich aufgeregt. Das ganze Land ist geeint und entschlossen, diese Weltmeisterschaft zu einem großen Erfolg werden zu lassen", erzählt James Straider aus Johannesburgs gegenüber FIFA.com. "Jedes Mal, wenn ich auf die Countdown-Uhr sehe, werde ich nervös und merke, dass ich immer aufgeregter werde."

John Smit, der Mann, der die südafrikanische Rugby-Nationalmannschaft - die Springboks - 2007 zum Sieg bei der Rugby-WM führte, sagte: "Wir haben schon früher einige einmalige Szenen in unserem Land gesehen, aber jetzt wartet die ganze Nation gebannt auf den Anstoß zum Turnier. Wir werden das Abschneiden der Bafana Bafana gespannt verfolgen und wünschen Aaron [Mokoena] und den Jungs viel Glück."

Einer der bekanntesten und beliebtesten Fussballanhänger des Landes, Machaka, hofft, dass das südafrikanische Team die Nation stolz machen wird. "Ich werde ganz sicher die Bafana Bafana unterstützen, habe aber auch eine Schwäche für andere Teams. Für uns als Südafrikaner ist es wichtig, alle Differenzen zu vergessen und dafür zu sorgen, dass dieses Turnier ein großer Erfolg wird. Es ist schon so viel über unser Land und unsere Fähigkeit gesagt worden, eine Veranstaltung dieser Größenordnung auszurichten. Jetzt können wir es kaum noch erwarten", erklärte der Paradiesvogel unter den Fans.

Der Optimismus, der nun in der Regenbogen-Nation vorherrscht, wie die Südafrikaner ihr Land nach der Apartheid liebevoll nennen, rührt auch von den jüngsten Erfolgen der Nationalmannschaft des Landes her. Das Team um den Trainerfuchs Carlos Alberto Parreira hat sich nach einer Schwächephase erholt, zuletzt starke Leistungen geboten und hoch eingeschätzte Mannschaften wie Kolumbien und WM-Teilnehmer Dänemark besiegt.

Die Mannschaft, die bislang auf recht wechselvolle Turnierergebnisse zurückblicken kann, hat nun mit den letzten Erfolgen wieder Hoffnungen unter den Fans geweckt, die schwere Gruppe A, in der man es mit Mexiko, Frankreich und Uruguay zu tun bekommt, zu überstehen. Die Mehrzahl der 32 Mannschaften, die an der FIFA-WM teilnehmen, ist bereits in Südafrika gelandet und macht sich mittlerweile mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut. Alle haben sich bisher lobend über die Vorbereitungen in Südafrika geäußert. Die Zeit scheint reif für einen unvergesslichen Monat…