Alle Feldspieler der Italiener sind bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006 bislang zum Einsatz gekommen. Nur die Ersatztorhüter Angelo Peruzzi und Marco Amelia durften noch nicht in das Wettbewerbsgeschehen eingreifen.
Auf der Seite der Franzosen haben drei Feldspieler (allesamt Verteidiger) noch keine einzige Spielminute in den Beinen: Jean-Alain Boumsong, Pascal Chimbonda und Gael Givet. Hinzu kommen noch die Ersatztorhüter Gregory Coupet und Mickael Landreau.
Nur Spanien kann mit der Statistik der Italiener mithalten: Insgesamt kamen bei den Iberern in den vier Partien 22 Spieler zum Einsatz. Santiago Canizares kam sogar für Iker Casillas ins Tor, als der Trainer der Spanier, Luis Aragonés, alle elf Spieler im letzten Vorrundenspiel gegen Saudiarabien auswechselte.
Ein Blick auf vorherige Finalisten beweist, dass die meisten Mannschaften, die ins Endspiel kommen, das gesamte Spielerpotenzial ausschöpfen. 2002 setzte der damalige Weltmeister Brasilien 21 seiner 23 Spieler ein und Deutschland 19. 1998 setzte der Weltmeister aus Frankreich 20 der 22 Spieler ein, während die Brasilianer insgesamt 19 Spieler auf den Platz schickten. 1994 kamen 18 von 22 Brasilianern zum Einsatz, während die Italiener zwei Spieler mehr Turnierluft schnuppern ließen. 1990 kamen aus den Reihen des Weltmeisters Deutschland 17 von 22 Spielern zum Einsatz, während es bei den Argentiniern 19 waren.
Zu einigen Einwechslungen sah sich Marcello Lippi nach den Platzverweisen gegen Daniele Rossi und Marco Materazzi gezwungen. Die Verletzung von Alessandro Nesta in der Begegnung gegen die Tschechische Republik hat Lippi zum Umdenken bewegt. Eigentlich ist der Trainer der Italiener kein großer Freund von Veränderungen. Doch diesmal blieb ihm in der Auftaktbegegnung gegen Ghana nichts anderes übrig, als die Mannschaft umzustellen, da Gianluca Zambrotta und Gennaro Gattuso noch nicht hundertprozentig fit waren. Seitdem sind die neuen Spieler fester Bestandteil der Startformation, genauso wie Mauro Camoranesi. Eine weitere Veränderung war die Aufgabe des Zwei-Mann-Sturms, der von Luca Toni und Alberto Gilardino gebildet wurde.
Die Veränderungen auf Seiten der Franzosen betrafen eher die Offensivabteilung: Franck Ribéry hat sich in die Mannschaft gespielt und Florent Malouda hat Sylvain Wiltord verdrängt. Mikael Silvestre und David Trezeguet rückten in der letzten Vorrundenbegegnung gegen Togo für die Gesperrten Eric Abidal und Zinédine Zidane in die Mannschaft.