Die beeindruckende Statistik des Weltpokals 1974 zeigte 99 gemeldete Mannschaften und erstmalig mehr als 200 Qualifikationsspiele. Im Verlauf der Qualifikationsrunden wurden einige große europäische Teams vorzeitig eliminiert. Der Niedergang der ungarischen Mannschaft setzte sich fort, dieses Mal in einer Gruppe mit Österreich, Malta und Schweden. Die Skandinavier setzen sich schließlich in einem hart geführten Play-off-Match gegen Österreich in Gelsenkirchen durch.
England traf im letzten Spiel im Wembley-Stadion auf Polen. Dort reichte den Besuchern ein Unentschieden, um sich für die Endrunde zu qualifizieren. Dabei ging die Leistung des polnischen Torhüters Jan Tomaszweski in die Geschichtsbücher des Fussballs ein. Nach einem Unentschieden in ihrem ersten Play-Off gegen Chile weigerte sich die Sowjetunion, aus politischen Gründen zum Rückspiel in die chilenische Hauptstadt zu reisen. Chile wurde daraufhin gemäß der geltenden Vorschriften der Sieg zuerkannt. Die Gruppe, in der am erbittertsten gekämpft wurde, war diejenige mit Belgien und dessen Nachbarn Niederlande sowie die Gruppe mit Spanien und Jugoslawien. Schließlich hatten jeweils die beiden genannten Mannschaften gleichviel Punkte auf dem Konto, wobei sich am Ende die Niederlande und Jugoslawien durchsetzten.
Die Gruppe, in der am erbittertsten gekämpft wurde, war diejenige mit Belgien und dessen Nachbarn Niederlande sowie die Gruppe mit Spanien und Jugoslawien. Schließlich hatten jeweils die beiden genannten Mannschaften gleichviel Punkte auf dem Konto, wobei sich am Ende die Niederlande und Jugoslawien durchsetzten.
Neben Chile und Titelverteidiger Brasilien waren die weiteren Vertreter Südamerikas Argentinien und Doppelweltmeister Uruguay, das sich gegen Kolumbien nur aufgrund der besseren Tordifferenz durchsetzte. In der Nord- und Mittelamerikazone kam es zu einer Sensation: Beim Heimspiel in Port-au-Prince nutzte Haiti die Gunst der Stunde und Mexikos Schwäche. Der Abonnement-Sieger der CONCACAF-Gruppe hatte fünf Spiele gegen Trinidad und Tobago bestritten, von denen man eines mit 0:4 verlor und in den anderen beiden Unentschieden spielte. Der 1:0-Auswärtssieg im letzten Spiel gegen einen Gegner, der bis dahin noch keinen Punkt abgegeben hatte, kam zu spät.
In Afrika setzte sich Zaire in einem Marathon von fast fünfzig Spielen durch und qualifizierte sich als erstes südlich der Sahara gelegenes Team für eine Endrunde um den Weltpokal. Auch in der Asien/Ozeanien-Gruppe sollte es eine Premiere geben. Australien bestritt zwei Spiele gegen den Iran und die Republik Korea. Dabei setzte man sich durch und wurde erster Vertreter Ozeaniens bei einem Weltturnier.