Die erste Weltmeisterschaft war ein solcher Erfolg, dass für die zweite weit mehr Mannschaften gemeldet wurden. Nicht weniger als 32 Teams wollten in Italien spielen. Die FIFA musste erstmals eine Vorausscheidung einführen, um das Teilnehmerfeld auf 16 zu reduzieren.
Bei Titelverteidiger Uruguay ärgerte man sich immer noch ein wenig über die zurückhaltende Resonanz aus Europa vier Jahre zuvor. Auch Bolivien und Paraguay suchte man vergeblich. Für die Mannschaften aus Argentinien und Brasilien bedeutete dies, dass sie ohne Qualifikationsspiele an der Endrunde in Italien teilnehmen konnten.
Einige der Partien um die Vertretung Europas bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft waren hart umkämpft. Selbst Gastgeber Italien musste damals noch durch die Qualifikation - und nicht nur das: Erst ein 4:0-Relegationssieg über Griechenland im berühmten San-Siro-Stadion sicherte die Teilnahme. Die Reise zum Rückspiel nach Athen blieb den Italienern in der Folge erspart - von der deftigen Niederlage entmutigt, zog Griechenland seine Teilnahme zurück. Österreich und Ungarn zählten damals zu den stärksten europäischen Nationen. Ausgerechnet diese beiden wurden der selben Gruppe zugelost, konnten sich aber zu Lasten Bulgariens qualifizieren, ohne gegeneinander spielen zu müssen. Die Mannschaft des Irischen Freistaats (1937 in Republik Irland umbenannt) verpasste die Qualifikation wegen der schlechteren Tordifferenz gegenüber Belgien - ein einziges Tor gab den Ausschlag.
Die USA hatten ihre Meldung eigentlich zu spät eingereicht, weshalb sie in Rom erst noch gegen den Mittelamerika-Qualifikanten aus Mexiko in der Relegation antreten mussten. Diese wurde zwar erfolgreich absolviert, aber im ersten Spiel gegen Italien setzte es gleich eine herbe 1:7-Niederlage gegen die Italiener.