Hapoel krönt sich zum ersten Meister Asiens
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Die AFC Champions League ist heute der bedeutendste Vereinswettbewerb Asiens. Hier kämpfen die Teams nicht nur um einen prestigeträchtigen Titel, sondern zudem um die Teilnahme an der FIFA Klub-Weltmeisterschaft. Nur Wenige wissen allerdings, dass der begehrteste Pokal des Kontinents beim ersten Mal von einer Mannschaft gewonnen wurde, die heute dem europäischen Kontinentalverband angehört. Heute vor genau 45 Jahren sicherte sich Hapoel Tel Aviv aus Israel gegen Selangor aus Malaysia mit einem 2:1-Sieg den Titel.

Dies war allerdings nur einer in einer ganzen Reihe von Erfolgen, die sich das Land aus dem Nahen Osten während seiner zwei Jahrzehnte andauernden Mitgliedschaft in der asiatischen Fussballkonföderation von 1954 bis 1974 sichern konnte. Bei den ersten beiden Auflagen des AFC Asien-Pokals 1956 und 1960 stürmten die Israelis bis ins Finale, bevor sie schließlich 1964 den Pokal in die Höhe recken konnten.

Mit diesen internationalen Erfolgen im Gepäck war es nur natürlich, dass man diese Vormachtstellung auch auf die Vereinsebene übertragen wollte, als der asiatische Landesmeisterwettbewerb – ein Vorläufer der heutigen AFC Champions League – ins Leben gerufen wurde. Als Vertreter Israels trat mit Hapoel Tel Aviv der traditionsreichste Klub des Landes auf der sich qualifizierte, indem er den Stadtrivalen Maccabi Tel Aviv in der Saison 1965/66 hinter sich ließ und seinen siebten Meistertitel holte.

Während heute in der AFC Champions League 32 Klubs antreten, bestand das Teilnehmerfeld bei der ersten Austragung aus lediglich sechs Teams. Hapoel zog auf äußerst ungewöhnliche Weise ins Endspiel ein, da die Gegner aus Indien und Iran jeweils ihr Team zurückzogen.

Selangor seinerseits musste auf dem Weg ins Halbfinale Quan Thue und Bangkok Bank ausschalten. Hier erzielte Stürmerstar Tan Sri Abdul Ghani Minhat gegen Tungsten Mining aus der Republik Kora das Siegtor.

Gegen ein israelisches Team, das nach seiner kurzen Meisterschaftssaison acht Monate lang kein Spiel bestritten hatte, waren die wettbewerbserfahrenen Malaysier verständlicherweise favorisiert. Und die Vorzeichen bestätigten sich, als Aslim nach 50 Spielminuten Selangor in Führung schoss. Dank des Ausgleichs durch Danny Bursuk in der 70. Minute und einem verwandelten Elfmeter von Yaakov Rachminovich jubelte jedoch am Ende Hapoel Tel Aviv.