Fuchs schießt Schalke ins Achtelfinale
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Schalke 04 hat den zweiten Matchball verwandelt und dank Christian Fuchs vorzeitig zum dritten Mal das Achtelfinale der UEFA Champions League erreicht. Der Österreicher erzielte in der 77. Minute das Tor zum 1:0 (0:0)-Sieg gegen den schwachen griechischen Rekordmeister Olympiakos Piräus und verhinderte eine Zitterpartie bis zum Ende der Gruppenphase. Im letzten Spiel bei Tabellenschlusslicht Montpellier HSC geht es im Fernduell mit dem FC Arsenal nur noch um den Gruppensieg.

"Da war mein schönstes Tor bisher. Wir haben schon in der ersten Halbzeit gute Chancen gehabt, aber nicht getroffen. Ich bin überglückluch, dass meiner dann gesessen hat", sagte Matchwinner Fuchs: "Es war ein sehr hartes Spiel. Die Mannschaft hat gezeigt, dass viel Moral in ihr steckt." 

Die Schalker spielten von Beginn an konzentrierter als beim desolaten 0:2 bei Bayer Leverkusen am vergangenen Samstag, allerdings fehlte es noch immer deutlich sichtbar an Selbstvertrauen, Spielwitz und Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. Pech hatte Lewis Holtby in der zehnten Minute, als er mit einem fulminanten Schuss aus gut 20 Metern nur die Latte traf.

Die Griechen versuchten aus einer stabilen Defensive das Spiel unter Kontrolle zu behalten und selbst offensive Akzente zu setzen, was allerdings nur selten gelang. Einzig Djamel Abdoun sorgte in der ersten Halbzeit mit einem Schuss von der Strafraumgrenze weit übers Tor ansatzweise für Gefahr.

Die Schalker Abwehr um den Ex-Olympiakos-Spieler Kyriakos Papadopoulos, der in Leverkusen die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, präsentierte sich in dieser Phase sattelfest, erst kurz vor der Pause taten sich einige Lücken auf. Vorne fehlte indes die letzte Präzision.

Fuchs scheiterte mit einem Freistoß aus 22 Metern an Olympiakos-Schlussmann Roy Carroll (23.), drei Minuten später wurde Nationalspieler Roman Neustädter in aussichtsreicher Position nach Zuspiel von Julian Draxler in letzter Sekunde geblockt. Klaas-Jan Huntelaar, der in allen vier Gruppenspielen zuvor getroffen hatte, verfehlte in der 31. Minute mit einer Direktabnahme aus spitzem Winkel das Gästetor nur knapp. Gleiches galt für Jungstar Julian Draxler, dessen Distanzschuss nur wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbeirauschte (36.).

Trainer Huub Stevens vertraute derselben Startelf, die in Leverkusen die bislang schwächste Schalker Saisonleistung gezeigt hatte. Ibrahim Afellay stand verletzungsbedingt ebenso wenig zur Verfügung wie Atsuto Uchida. Der zuletzt angeschlagene Christoph Metzelder saß zunächst auf der Bank.

Nach der Pause blieb das Spiel zäh und für die Schalker Fans phasenweise schwer verdaulich. Vor allem aus dem oft hochgelobten Mittelfeld mit Holtby, Neustädter und Jermaine Jones kam viel zu wenig. Von Draxler und Jefferson Farfán auf den Flügeln ging mehr Gefahr aus, doch am Strafraum der biederen Griechen war zumeist Endstation. Auf der Gegenseite hatte Schalke in der 72. Minute Glück, als Paulo Machado mit einem Schuss von der Strafraumgrenze beinahe einen Glückstreffer setzte.

Wenn die Außen allerdings bis zur Grundlinie durchkamen, wurde es gefährlich. So in der 63. Minute, als Draxler flankte und Huntelaar frei zum Kopfball kam. Doch der Niederländer fand in Carroll seinen Meister. Wenig später war es dann soweit: Jones legte am Strafraum quer zu Fuchs, der aus etwa 25 Metern platziert ins rechte untere Toreck traf. Draxler (83.) und Huntelaar (86.) hatten sogar die Chance zum 2:0.

Beste Schalker Spieler waren Draxler und Farfán. Bei Piräus überzeugte nur Torwart Carroll und Paulo Machado.