Eintracht schafft die Wende gegen Werder
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Eintracht Frankfurt hat die Patzer der Konkurrenz zum Sprung auf den vierten Platz genutzt. Dank einer starken zweiten Halbzeit feierte der Bundesliga-Aufsteiger am 16. Spieltag gegen Werder Bremen ein 4:1 (0:0), zog an Schalke 04 vorbei und ist nun punktgleich mit dem deutschen Meister und Tabellendritten Borussia Dortmund. Alex Meier (47.), Pirmin Schwegler (62.), Stefan Aigner (63.) und Takashi Inui (90.) trafen für die Gastgeber, die zuvor zwei Spiele verloren hatten. Nils Petersen (54.) war der zwischenzeitliche Ausgleich gelungen.

Die Gastgeber, bei denen Kapitän Schwegler und Innenverteidiger Carlos Zambrano nach Gelbsperren wieder in der Startelf standen, wurden von aggressiven Bremern schon in der eigenen Hälfte attackiert und früh unter Druck gesetzt. Trotzdem hatte die Eintracht vor 51.500 Zuschauern die erste Gelegenheit, doch Meier schoss über das Gäste-Tor (12.). Nur vier Minuten später verpasste Aigner einen Querpass des quirligen Inui knapp. Der Japaner war es auch, der bei der besten Gelegenheit der Gastgeber im ersten Durchgang den Ball in der 36. Minute neben das Werder-Tor schlenzte.

Die Bremer kamen hingegen trotz einer nicht immer sattelfesten Frankfurter Abwehr zunächst kaum zum Torabschluss. Die Partie spielte sich im ersten Durchgang meist im Mittelfeld ab, bei ihren Offensiv-Aktionen ließen die Hanseaten die nötige Konzentration und Passgenauigkeit vermissen. In der 39. Minute aber stand Kevin de Bruyne nach einem Konter allein vor Kevin Trapp, sein Flachschuss verfehlte das Tor um Zentimeter.

Eintracht-Trainer Armin Veh musste auf Bamba Anderson (Bauchmuskelverletzung) und Karim Matmour (Gelb-Rot-Sperre) verzichten. In der Abwehr feierte Heiko Butscher, der für den 17 Jahre alten Marc-Oliver Kempf in die Anfangsformation rückte, sein Bundesliga-Debüt für die Eintracht.

Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit hatten dann mehr zu bieten als die komplette erste Hälfte. Die Eintracht hätte durch Inui (46.) in Führung gehen können, kurz darauf war Meier nach einer Flanke von Bastian Oczipka per Kopf zur Stelle.

Erneut nur eine Minute später wäre fast der Ausgleich gefallen. Sebastian Prödl verpasste den Ball nach einem Freistoß von de Bruyne nur knapp. Nach 54 Minuten schlugen die Bremer dann zu: Petersen traf nach einer Flanke von Marko Arnautovic mit einem Kopfball zum Ausgleich.

Danach entwickelte sich eine offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Erst scheiterte de Bruyne mit einem Weitschuss an Trapp, dann ging die Eintracht nach einem Doppelschlag erneut in Führung. Zunächst traf Schwegler mit einem Sonntagsschuss aus rund 30 Metern (62.), eine Minute später erhöhte Aigner auf Vorlage von Olivier Occean auf 3:1.

Inui, Schwegler und Oczipka waren die besten Frankfurter. Bei Werder überzeugten de Bruyne und Petersen.