"ManUnited" baut dank Rooney Führung aus
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Rekordmeister Manchester United hat seine Tabellenführung in der englischen Premier League ausgebaut. Nach dem 3:2 (2:0)-Sieg im prestigeträchtigen Stadtderby beim Titelverteidiger und direkten Verfolger Manchester City beträgt der Vorsprung der Mannschaft von Teammanager Sir Alex Ferguson nunmehr sechs Punkte auf die Citizens, die vier Tage nach dem blamablen Vorrunden-Aus in der UEFA Champions League ihre erste Saisonniederlage kassierten.

Mit seinem dritten Doppelpack und den Saisontoren fünf und sechs legte Englands Nationalspieler Wayne Rooney (16. und 29.) den Grundstein zum Sieg bereits vor der Halbzeitpause, den entscheidenden Treffer setzte Robin van Persie mit einem abgefälschten Freistoß in der Nachspielzeit. Zuvor hatten Yaya Touré (60.) und Pablo Zabaleta (86.) für den zwischnzeitlichen 2:2-Ausgleich gesorgt.

Nach dem Siegtreffer wurde ManUniteds Nationalspieler Rio Ferdinand von einer Münze am Kopf getroffen, während er vor der Tribüne jubelte. Der blutige Cut an der Augenbraue wurde noch auf dem Platz versorgt.

Bereits am Samstag hatte der FC Arsenal um die deutschen Nationalspieler Lukas Podolski und Per Mertesacker seine Mini-Krise beendet. Zum Auftakt des 16. Spieltages kamen die Gunners nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg zu einem wichtigen 2:0 (1:0) gegen West Bromwich Albion und haben wieder Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen aufgenommen. Die Treffer erzielte der Spanier Mikel Arteta jeweils per Elfmeter (26./64.). Arsenal verbesserte sein Konto auf 24 Zähler. Podolski wurde in der 87. Minute eingewechselt, Mertesacker stand erneut in der Startelf und spielte durch.

Der frühere Kölner Podolski hatte im Vorfeld der Begegnung die Höflichkeit der Menschen in seiner neuen Heimat gelobt. "Es ist nicht wie in Deutschland. Dort respektieren die Leute nicht, wenn du mit deiner Familie unterwegs bist", sagte der 27-Jährige der britischen Zeitung Guardian: "In England wird ein 'Nein' verstanden, es ist entspannt hier, die Leute sind sehr respektvoll."

Derweil hat Fernando Torres das Trainer-Engagement seines spanischen Landsmannes Rafael Benitez beim FC Chelsea offenbar beflügelt. Drei Tage nach seinem Doppelpack beim 6:1 der Blues in der Champions League gegen den FC Nordsjaelland leitete der Stürmer mit zwei Treffern im ersten Durchgang (11./45.+2) das 3:1 (2:0) beim FC Sunderland ein. Es war der erste Liga-Sieg unter Benitez, der im November das Amt von Teammanager Roberto Di Matteo übernommen hatte. In der Tabelle festigte der Champions League-Sieger mit 29 Punkten den dritten Rang.

Beim Spiel zwischen Swansea City und Norwich City (3:4) kam es zu einem rassistischen Vorfall. Ein Swansea-Anhänger wurde festgenommen, nachdem er den dunkelhäutigen Norwich-Verteidiger Sébastien Bassong beleidigt hatte. Der Vorfall hatte sich beim Jubel nach dem Tor zum zwischenzeitlichen 2:4 durch Robert Snodgrass (77.) ereignet.

Das abgeschlagene Schlusslicht Queens Park Rangers wartet weiter auf den ersten Sieg der Saison. Bei Wigan Athletic kam das Team von Manager Harry Redknapp nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus, blieb aber immerhin im dritten Spiel in Folge ungeschlagen.