• Europäische Topteams geben sich keine Blöße
  • Färöer kassieren 16 Tore in zwei Partien, Moldawien 17
  • Deutschland muss gegen Tschechische Republik zittern

Langsam aber sicher kommt die Sache in Schwung. Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™ hat seit der Präsentationszeremonie am 19. September in Paris ein Emblem und einen offiziellen Slogan und stellt für die europäischen Teams, die gerade in den Qualifikationswettbewerb gestartet sind, bereits ein konkretes Ziel dar.

An den ersten beiden Spieltagen, die am 14. und 19. September stattfanden, gab es keine Überraschungen. Die Favoritinnen setzten sich gegen die bescheideneren Teams durch, die sicherlich von einem besseren Auftakt geträumt hatten.

Die Spiele

Gruppe 1
Kasachstan – Wales 0:1, England – Russland 6:0
England untermauerte seine Rolle als Aspirant auf den Weltmeistertitel und bot auf dem Spielfeld eine überzeugende Leistung. Im Auftaktspiel gegen Russland, den größten Rivalen in der Gruppe, wurden die Three Lions den Erwartungen mit einem spektakulären Auftritt mehr als gerecht. Zu den besten Spielerinnen auf dem Platz zählten Jodie Taylor und Lucy Bronze, die je einen Treffer erzielten und im Übrigen auch Kandidatinnen für die Auszeichnung The Best – FIFA-Weltfussballerin 2017 sind.

Gruppe 2
Albanien – Schweiz 1:4, Polen – Belarus 4:1, Belarus – Albanien 1:0, Schweiz – Polen 2:1
Die Schweizerinnen, die 2015 ihr Debüt auf der Weltbühne gegeben und 2017 ihre erste Europameisterschaft bestritten haben, sind auf dem "alten Kontinent" zu einer festen Größe avanciert und gerieten in ihren beiden Auftaktspielen nicht ins Wanken. Ohne großes Aufsehen fuhr das Team zwei solide Siege ein, zu denen Lara Dickenmann jeweils einen Treffer beisteuerte.

Gruppe 3
Norwegen – Nordirland 4:1, Norwegen – Slowakei 6:1, Nordirland – Republik Irland 0:2
Der amtierende Europameister Niederlande ist noch nicht in den Wettbewerb gestartet, und sowohl Norwegen als auch die Republik Irland nutzten ihre Chance und fuhren Punkte ein, die sich am Ende des Weges als sehr wertvoll erweisen könnten. Die Skandinavierinnen erzielten zehn Treffer in zwei Partien (Guro Reiten und Caroline Hansen konnten jeweils drei Tore für sich verbuchen), während die Irinnen das Derby gegen die Nachbarinnen aus dem Norden für sich entscheiden konnten. 

Gruppe 4
Ukraine – Kroatien 1:1, Ungarn –Dänemark 1:6, Kroatien – Schweden 0:2
Der Kampf um die direkten Qualifikationsplätze dürfte sich auf das skandinavische Duell zwischen Dänemark und Schweden reduzieren. Vor dem ersten direkten Aufeinandertreffen lösten die beiden favorisierten Teams des Quintetts ihre ersten Aufgaben gut. Beide Mannschaften mussten auswärts antreten. Die Vize-Europameisterinnen aus Dänemark erzielten gegen Ungarn gleich sechs Treffer, die Schwedinnen setzten sich gegen Kroatien durch, nachdem bis zur 60. Minute ein torloses Remis auf der Anzeigetafel gestanden hatte.

Gruppe 5
Färöer – Tschechische Republik 0:8, Deutschland – Slowenien 6:0, Island – Färöer 8:0, Tschechische Republik – Deutschland 0:1
Mit einem 6:0-Kantersieg gegen Slowenien machte Deutschland seine Ambitionen von Beginn an deutlich. Das DFB-Team will auf dem Weg nach Frankreich nichts anbrennen lassen. Die Tschechische Republik, die sich drei Tage zuvor mit 8:0 gegen die Färöer durchsetzen konnte, ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Die Tschechinnen machten dem Doppelweltmeister das Leben schwer und mussten sich am Ende nur aufgrund eines Eigentors von Eva Bartonova knapp geschlagen geben. Island legte derweil mit weiteren acht Treffern gegen die Färöer einen Auftakt nach Maß hin (zwei Tore gingen auf das Konto von Fanndís Friðriksdóttir, der Neuverpflichtung von Olympique Marseille).

Gruppe 6
Italien – Moldawien 5:0, Rumänien – Italien 0:1, Belgien – Moldawien 12:0
Italien will unbedingt auf die Weltbühne zurückkehren und überwand die ersten beiden Hürden ohne zu stolpern. Einem komfortablen Heimsieg gegen Moldawien folgte ein knapper Erfolg gegen Rumänien. Damit führt La Nazionale die Gruppe derzeit an. Die Belgierinnen machten jedoch deutlich, dass sie nicht vorhaben, den Italienerinnen die Spitzenreiterposition kampflos zu überlassen. Sie starteten mit einem 12:0-Kantersieg gegen die Moldawierinnen ins Turnier. Janice Cayman setzte sich mit vier Treffern an die Spitze der Torjägerinnenliste.

Gruppe 7
Serbien – Österreich 0:4
Österreich konnte sein Renommee dank des hervorragenden Auftritts bei der Europameisterschaft 2017 gleich beim Debüt in einem großen Turnier enorm aufpolieren. Die Halbfinalistinnen des kontinentalen Wettbewerbs bestätigten zum Auftakt der WM-Qualifikation mit einem komfortablen Sieg gegen Serbien, dass sie hoch hinaus wollen. In dieser Gruppe standen keine weiteren Spiele an.

Zur Info
Die Gruppenersten qualifizieren sich direkt für Frankreich 2019. Die vier besten Zweitplatzierten nehmen an der Playoff-Runde teil, die aus zwei Halbfinals und einem Finale besteht. Der Sieger der Playoff-Runde nimmt als achter und letzter europäischer Vertreter (außer Gastgeber Frankreich) an der WM teil.