Geschichte
Gegründet am Ort eines slawischen Fischerdorfs wird Dresden urkundlich zum ersten Mal 1206 erwähnt. Seit dem 15. Jahrhundert ist die Stadt Residenz der sächsischen Herzöge, Kurfürsten und später Könige. Sie erlebt glanzvolle wie tragische Zeiten. Vor allem im 18. Jahrhundert ist sie prächtiges Zentrum europäischer Politik, Kultur und Wirtschaft und wird nur zwei Jahrhunderte später zum Synonym für apokalyptische Zerstörung.

1785 schreibt Friedrich Schiller die "Ode an die Freude", die lyrische Vorlage für die Hymne der Europäischen Union. In den Jahrzehnten nach 1850 wächst die Stadt rasch. Die für Dresden typischen Industriezweige entstehen im Bereich der Feinmechanik, Optik und Genussmittel (Schokolade, Zigaretten). Dresden erhält ein neues Rathaus, Opernhaus und eine Vielzahl kommunaler Bauten.

Nach der Reichsgründung 1871 beherbergt die Stadt eine der größten Garnisonen, für die umfangreiche Kasernen errichtet werden. Um die Jahrhundertwende ist Dresden mit mehr als einer halben Million Einwohnern die viertgrößte Stadt des Deutschen Reiches. Zwischen dem 13. und 15. Februar 1945 erschüttern nächtliche Luftangriffe britischer und U.S.-amerikanischer Bombergeschwader die Stadt und verwandeln binnen Stunden insbesondere die Altstadt in Trümmerfelder. Während der Zeit des DDR-Sozialismus werden weitere Reste der alten Stadt abgerissen. Einige historische Bauten wie der Zwinger, die Kathedrale und die Semperoper werden restauriert. Die "Jahrhundertflut" traf Dresden im August 2002 besonders schwer und beschädigt viele kunsthistorisch äußerst wertvolle Gebäude.

Stadtporträt
Dresden ist die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen. Zu beiden Seiten der Elbe gelegen, wird die Großstadt mit der viertgrößten Fläche Deutschlands aufgrund ihrer landschaftlich reizvollen Lage und der mediterranen Architektur auch "Elbflorenz" genannt. Mit einem Anteil von 63 Prozent Grün- und Waldfläche zählt Dresden zu den grünsten Großstädten Europas. Der Große Garten, ein Park mit Stilelementen barocker Gartenbauweise und symmetrischer Wegeführung, befindet sich am Rande der Innenstadt.

Der Stadtname entstammt dem slawischen Wort für "Auwaldbewohner". Dresden ist eine Kunst- und Kulturstadt von höchstem internationalem Rang. In der zwischen 1871 und 1878, nach Plänen des Baumeisters Gottfried Semper errichteten und im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstörten Semperoper, wurden Opern von Richard Wagner und Richard Strauss uraufgeführt. Die Sempeoper wurde zwischen 1977 und 1985 wieder aufgebaut. Die Gemäldegalerie "Alte Meister" befindet sich im Semperbau des Zwingers. Das berühmteste Exponat dieser Galerie ist die von Raffael 1512/1513 als Altarbild gemalte Sixtinische Madonna.

Zu den Neuen Meistern zählen etwa Caspar David Friedrich und Max Liebermann. Der Zwinger, nahezu im Originalzustand erhalten, wird von 1711 bis 1722 im barocken Baustil als Ort für Feierlichkeiten und Kulturausstellungen auf einer ehemaligen Bastion der Stadtfestung errichtet. Entlang des Elbufers, etwa zehn Meter über dem Fluss, erstreckt sich in der Innenstadt die Brühlsche Terrasse, eine Zusammenstellung mehrerer historischer Bauwerke. Das Dresdner Residenzschloss war Wohnsitz der sächsischen Kurfürsten und Könige. Berühmtestes Wahrzeichen der Stadt ist die evangelische Frauenkirche, die mit Hilfe von Spendengeldern aus aller Welt am 30. Oktober 2005 wieder eingeweiht wurde.

Sehenswürdigkeiten:

  • Frauenkirche
  • Zwinger
  • Semperoper
  • Residenzschloss
  • Uferpromenaden

Fussball
Bekanntester Club ist Dynamo Dresden. Als einstiger Polizeisportverein war der Verein fester Bestandteil der DDR-Oberliga, holte acht Meisterschaften und sieben Pokalsiege. In internationalen Wettbewerben sorgte Dynamo unter anderem mit Siegen gegen den AS Rom und Juventus Turin für Furore. Nach der Wende spielte der Klub fünf Jahre in der Ersten Bundesliga.

1995 erfolgte der Zwangsabstieg in die Regionalliga. Nach wechselvollem Auf und Ab spielt Dynamo Dresden derzeit in der 2. Liga. Die Heimspiele bestreitet der Klub im Rudolf-Harbig-Stadion. Mit Helmut Schön stammt ein ehemaliger Trainer der Nationalmannschaft aus Dresden. Auch Dixi Dörner, Ulf Kirsten und Matthias Sammer spielten bei Dynamo.

Vier Spiele der FIFA Frauen-WM 2011 werden in Dresden stattfinden. Am 22. April 2010 wurde die offizielle Auslosung zur FIFA U-20-Frauen-WM im Dresdner Residenzschloss ausgetragen. Die Stadt präsentierte sich als toller Gastgeber beim Festival der Shootingstars im Sommer 2010.

Vorsitzender der OK-Außenstelle 

  • Klaus Reichenbach (Präsident des Sächsischen Fussball-Verbandes)
  • Botschafter der Stadt für die FIFA Frauen-WM 2011 und die FIFA U-20-Frauen-WM 2010

  • Stephanie Stumph
  • Matthias Sammer
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