Geschichte

Wolfsburg ist eine der wenigen neuen Stadtgründungen Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und feierte im Jahr 2008 ihren 70. Geburtstag. Die Stadt wurde extra für die Produktion des weltweit bekannten VW-Käfer gegründet. Der Käfer "made in Germany" hat über die Jahre hinweg Kultstatus erhalten und galt lange Zeit als Paradebeispiel für die Leistungsfähigkeit des Automobilstandorts Deutschland.

Am 26. Mai 1938 findet die Grundsteinlegung für das VW-Werk statt, zum 1. Juli 1938 wird dann durch den Erlass des Oberpräsidenten der Provinz Hannover die "Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben" gegründet. Die Pläne sehen im Endausbau eine Stadt für 90.000 bis 100.000 Einwohner vor. Es soll eine moderne Industriestadt werden, die sich nach der Idee der Gartenstadt durch weite Grünflächen bei Trennung der Funktionen Wohnen, Arbeit und Verkehr auszeichnet.

Doch mit dem Krieg schlagen das Projekt KdF-Wagen und das nationalsozialistische Konzept einer vorbildlichen Arbeiterstadt in Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit um. Im Krieg wird das Werk zu zwei Drittel zerstört, die Wohnbezirke bleiben fast unversehrt. Am 25. Mai 1945 erhält Wolfsburg seinen heutigen Namen nach dem gleichnamigen Schloss.

Die Entscheidung der britischen Besatzungsmacht, das Werk nicht zu demontieren, ist eine wichtige Voraussetzung für die weitere Stadtentwicklung. Mit der Zuwanderung tausender Flüchtlinge sind die erforderlichen Arbeitskräfte vorhanden. Die Weichen für den rasanten wirtschaftlichen Aufstieg in den 50er und 60er Jahren sind gestellt. Der "Käfer" wird zum Symbol des Wirtschaftswunders. Im Jahr 1955 läuft schließlich der einmillionste Käfer vom Band.

Stadtporträt
Wolfsburgs Einwohnerzahl überschreitet im Jahre 1972 durch Eingemeindungen im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform die Grenze von 100.000, wodurch Wolfsburg zur Großstadt wird. Im Jahr 2000 wurde nördlich des Mittellandkanals die Autostadt - ein Themenpark rund um das Auto - eröffnet.

Zwei Jahre danach folgte das neue Fussball-Stadion östlich der Autostadt. Wolfsburg ist in Niedersachsen der "Wirtschaftsstandort Nr. 1". Der südliche Eingang zur City ist geprägt durch markante Kulturbauten wie das Kulturzentrum Alvar Aalto mit Stadtbibliothek und Volkshochschule, das nach Plänen des Architekten Hans Scharoun erbaute Theater, das Planetarium und das neue Kunstmuseum.

Wolfsburg ist Standort eines Kulturinstituts der Republik Italien. "Junges Leben im alten Schloss" ist die Devise für das im Kontrast zur modernen Stadt stehende Renaissanceschloss mit zeitgenössischer Kunst, künstlerischen und pädagogischen Werkstätten, Musik- und Theateraktionen sowie Museen. Im Schloss Fallersleben mit seinem Museum für Dichtung und Demokratie im 19. Jahrhundert wird ein wichtiges Stück deutscher Geschichte präsentiert. Auf der Basis eines breiten Vereinsangebots entwickelten sich in den letzten Jahren zunehmend private Kulturinitiativen. Insgesamt sind die öffentlichen Parkanlagen in Wolfsburg doppelt so groß wie der Central Park in New York. Berühmtester Sohn der Stadt ist der Dichter Hoffmann von Fallersleben ("Das Lied der Deutschen").

Sehenswürdigkeiten:

• Autostadt
• Phaeno
• Schloss Wolfsburg
• Allerpark
• Schloss Fallersleben
• Kunstmuseum
• Planetarium

Fussball

Wolfsburg ist eine der wenigen Städte Deutschlands, die mit dem VfL Wolfsburg sowohl durch ein Männer- wie auch ein Frauenteam in den Fussball-Bundesligen vertreten sind. Die Männer spielen seit 1997 in der Bundesliga und der bisherige Höhepunkt war die deutsche Meisterschaft in der Saison 2008 / 2009. Die Frauenmannschaft formierte sich 2003, indem die Frauen-Bundesligamannschaft des WSV Wendschott in die VfL Wolfsburg-Fussball GmbH eingegliedert wurde. Erfolgreichen Frauenfussball gibt es in Wolfsburg bereits seit 1973. 1984 scheiterten die Frauen des damaligen VfR Eintracht Wolfsburg im deutschen Pokalfinale mit 0:2 an der SSG Bergisch Gladbach. Derzeit zählen die Wolfsburgerinnen Martina Müller und Verena Faißt zum Aufgebot der deutschen Frauennationalmannschaft.

Vorsitzender der OK-Außenstelle 

  • Karl Rothmund (Präsident des Niedersächsischen Fussball-Verbandes)
  • Botschafter der Stadt für die FIFA Frauen-WM 2011

  • Britta Carlson
  • Roy Präger