Geschichte
Vancouver ist eine Stadt in der kanadischen Provinz British Columbia. Aufgrund seiner Lage an der Mündung des Fraser-Flusses und den Wasserstraßen Straße von Georgia, Howe Sound, Burrard Inlet sowie deren Zuflüssen ist Vancouver seit Tausenden von Jahren ein Versammlungs-, Handels- und Siedlungsort.

In der Region, die heute als Lower Mainland von British Columbia bekannt ist, waren bereits vor 8.000 bis 10.000 Jahren Menschen angesiedelt, als die Gletscher der letzten Eiszeit langsam verschwanden. In dem Gebiet, das bei den Stämmen der First Nations den Namen S'ólh Téméxw trug, deuten archäologische Funde darauf hin, dass es zu dieser Zeit in der Nähe der Fraser-Mündung einen saisonalen Lagerplatz gab ("Glenrose Cannery").

Als erste Europäer erkundeten der spanische Kapitän José María Narváez (1791) und der britische Kapitän zur See George Vancouver (1792) die Gegend. Die Region wurde allerdings erst ein knappes Jahrhundert später von Europäern besielt, nämlich 1862. Nach der Fertigstellung der interkontinentalen Eisenbahnlinie von Canadian Pacific Railway, die die Region mit Ostkanada verband und Ende der 1880er Jahre kontinuierliche bedient wurde, wuchs die Stadt schnell. Nach Fertigstellung der Linie siedelten sich in der Gegend immer mehr Chinesen an. Bei späteren Immigrationswellen handelte es sich zunächst um Europäer, die nach Westen zogen und später, mit dem Aufkommen weltweiter Flugreisen, kamen auch Menschen aus Asien und vielen anderen Teilen der Welt.

Porträt der Stadt
Die Bevölkerungszahl der Metropolregion Vancouver beträgt gut zwei Millionen, 43 Prozent davon haben eine andere Muttersprache als Englisch. In der Innenstadt von Vancouver leben 578.000 Menschen aus über 200 unterschiedlichen ethnischen Gruppen. Die gesamte Region steht ganz im Zeichen des Multikulturalismus, der sich in der Restaurantszene, bei Festivals sowie in den einzigartigen Vierteln niederschlägt, die das Lower Mainland bilden.

Vancouver ist eine dynamische, internationale Stadt, die eine beispiellose Vielfalt an Aktivitäten und Erfahrungen zu bieten hat. Dem Besucher bieten sich viele kulturelle Attraktionen und Angebote der darstellenden Künste, hinzu kommen vielfältige Shopping-Möglichkeiten und ein pulsierendes Nachtleben. Auch Naturschönheit hat Vancouver zu bieten, beispielsweise im nahegelegenen 400 Hektar großen Stanley Park. Dank Vancouvers privilegierter Lage können Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Radfahren, Klettern, Kajakfahren, Walbeobachtung und vieles mehr direkt vor der Haustür beginnen.

Sehenswürdigkeiten
* Vancouver Aquarium – Hautnahe Begegnung mit Belugawalen und Seeottern.

* Capilano Suspension Bridge – Die frei schwingende Seilbrücke überspannt den Capilano River in 70 Metern Höhe. Im Anschluss gibt es in luftiger Höhe ein zwischen die Douglasfichten gespanntes Netzwerk weiterer kleiner Hängebrücken, genannt Treetops Adventure.

* Grouse Mountain – Für wunderschöne Panoramablicke auf Vancouver. Nach oben kommt man mit einer Seilbahn, die den Besucher bis auf 1.100 Meter Höhe bringt.

* Vancouver Art Gallery – In diesem mitten in der Innenstadt gelegenen Kunstmuseum sind über 7.900 Werke von lokalen und internationalen Künstlern im Wert von über USD 100 Millionen ausgestellt.

* Darstellende Künste – Vancouver bietet einfach alles, von innovativer Comedy und Restauranttheater, über opulente Broadway-Inszenierungen bis hin zu Shakespeare am Strand im Sommer. Hinzu kommen die brillanten Darbietungen des Vancouver Symphony Orchestra, der Vancouver Opera und des Ballet British Columbia.

* Nachtleben – Die Nachtszene Vancouvers ist ausgesprochen abwechslungsreich, eine gelungene Mischung aus Lounges, coolen Kneipen und fetzigen Etablissements mit Live-Musik. Einige der angesagtesten Lounges befinden sich in den Hotels der Innenstadt. Live-Musik ist in Vancouver nie schwer zu finden.

* Shopping – Einkaufsstraßen – Antiquitätengeschäfte auf der Granville Street, Outdoor-Ausrüstung auf dem Broadway und Nobelboutiquen auf der Robson Street. Granville Island – Hier finden sich viele Werkstätten ortsansässiger Kunsthandwerker. Gastown – Kunst- und Kunsthandwerk der First Nations, Schmuck und Souvenir-T-Shirts.

* Chinatown – In Vancouver befindet sich der drittgrößte Chinatown Nordamerikas. Größer sind nur die chinesischen Viertel in San Francisco und New York. Chinatown liegt östlich der Innenstadt. Hier befindet sich auch der bekannte Dr. Sun Yat-Sen Classical Chinese Garden.

* The Drive – Auf dem Commercial Drive, auch Little Italy oder The Drive genannt, haben europäische Immigranten, vor allem Italiener, Griechen und Portugiesen, im Laufe von Jahrzehnten eine breite Palette von Restaurants, Cafés und exotischen Feinkostläden geschaffen. Naturkostlokale reihen sich an Reggae-Plattenläden, Eisdielen und die gute alte italienische Espressobar.

Fussball
BC Place ist das größte Sport- und Veranstaltungszentrum in British Columbia und Kanadas erstes Fussballstadion. Das Weltklassestadion mitten in Vancouvers Unterhaltungsviertel hat bereits über 27 Millionen Menschen beherbergt. Im Laufe der Jahre haben im BC Place vielfältige hochklassige Veranstaltungen stattgefunden, unter anderem die Zeremonien der Olympischen Winterspiele und Paralympischen Winterspiele 2010. Heute ist BC Place das Heimstadion des in der Major Soccer League (MSL) aktiven FC Vancouver Whitecaps sowie der BC Lions (Canadian Football League) und beherbergt außerdem die BC Sports Hall of Fame.
Das Stadion wurde für USD 563 Millionen aufwendig umgebaut. Unter anderem wurden im gesamten Stadion fussballspezifische Verbesserungen vorgenommen und das weltgrößte Schiebedach mit Kabelsystem dieser Art installiert.