Geschichte
Mönchengladbach, am Niederrhein zwischen dem holländischen Roermond und Düsseldorf gelegen, besteht in seinen heutigen Grenzen erst seit der Gebietsreform am 1. Januar 1975. Damals werden die Städte Mönchengladbach, Rheydt und die Gemeinde Wickrath zusammengeschlossen.

Mit knapp 140.000 Bewohnern ist das alte Mönchengladbach damals die größte der drei Städte gewesen. Die ersten Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Mönchengladbachs sind etwa 300.000 bis 400.000 Jahre alt. Aus der Jungsteinzeit und Bronzezeit sind etliche Hügelgräber erhalten. Die Geschichte von Mönchengladbach beginnt mit dem Bau des Gladbacher Münsters und der Gründung einer Abtei durch den Kölner Erzbischof Gero und den Trierer Mönch Sandrad.

1794 marschieren französische Revolutionstruppen in das Stadtgebiet ein. Von 1798 bis 1814 gehört die Stadt zum französischen Département de la Roer. 1815 wird Gladbach preußisch. Seit 1085 sind die verschiedensten Schreibweisen des Stadtnamens Mönchengladbach überliefert. Allein über 20 Varianten von Gladbach, ferner etliche Varianten der mittelniederdeutschen Version Moenchgladbach sowie der mittelhochdeutschen Form München Gladbach sind bekannt.

Von 1952 bis 1954 wird im Rheindahlener Wald das NATO-Hauptquartier Nord und das Hauptquartier der britischen Rheinarmee mit Stabsgebäuden, Kasernen, Versorgungseinrichtungen und Wohnhäusern errichtet, so dass eine britische Kleinstadt mit englischen Straßennamen auf Mönchengladbacher Boden entsteht.

Stadtporträt
Mönchengladbach ist das Zentrum des linken Niederrheins, etwa 16 Kilometer vom Rhein entfernt. Ihr Charakter ist geprägt durch eine reizvolle Verbindung urbanen Flairs mit ländlichem Charme - nicht umsonst nennt man die Stadt mit ihren zahlreichen Parks und Wäldern auch "Großstadt im Grünen".

Mönchengladbachs Sehenswürdigkeiten umspannen einen Zeitraum von über 800 Jahren. Das älteste Baudenkmal der Stadt ist das Münster auf dem Abteiberg aus dem 12./13. Jahrhundert. Das benachbarte Museum Abteiberg, vom Architekten Hans Hollein entworfen, ist ein Beispiel für zeitgenössische Architektur im Stadtkern. Außerhalb des alten Stadtzentrums gibt es mehr zu besichtigen - Schlösser, Herrensitze, alte Gutshöfe und urige Dörfer.

Von einem nahezu monostrukturell geprägten traditionellen Standort der Textil- und Bekleidungsindustrie hat sich Mönchengladbach in den letzten drei Jahrzehnten zu einem vielseitigen Standort mit einem ausgewogenen Branchenmix entwickelt. In der Textil- und Bekleidungsindustrie sind nur noch sieben Prozent aller Beschäftigten tätig. Nach dem Fünf-Säulen-Modell sind Textil und Mode, Maschinenbau, Elektronik, Logistik sowie das Gesundheitswesen mit der Medizintechnik als Leitfaden für die künftige wirtschaftliche Zukunft definiert.

In Mönchengladbach gibt es die älteste Trabrennbahn Deutschlands. Bereits 1893 wurde der "Verein zur Förderung der Traberzucht des Niers-Nordkanal-Bezirks" gegründet, der Vorläufer des heutigen Rennvereins. Laut Guinness-Buch der Rekorde ist Mönchengladbach die einzige Stadt Europas, die gleich zwei Hauptbahnhöfe im Stadtgebiet hat - Mönchengladbach Hbf und Rheydt Hbf.

In der Karnevalszeit laufen die Mönchengladbacher zur Hochform auf. Eine besondere Attraktion ist der Veilchendienstagszug. In Mönchengladbach wurden berühmte Fußballer wie Günter Netzer und Jupp Heynckes geboren. Auch der Tierfilmer Heinz Sielmann und Sportreporter Kai Ebel stammen aus der Stadt am Niederrhein.

Sehenswürdigkeiten:

  • Schloss Rheydt
  • Museum Abteiberg
  • Münster-Basilika St. Vitus
  • Bunter Garten
  • Wasserturm

Fussball
Der weit über Deutschland hinaus bekannte Fussballverein der Stadt ist die Borussia. In den 70er Jahren eroberten sich die "Gladbacher Fohlen" die Sympathie vieler Fussballfans und trotzten den Münchener Bayern. Fünf Deutsche Meisterschaften und zwei UEFA-Cup-Siege wurden in der Geschichte des Vereins errungen. Trainer Hennes Weisweiler hatte Kult-Status. 2007 stieg die Borussia ab in die 2. Bundesliga. Das Team bestreitet seine Heimspiele im 2004 neu eröffneten Borussia-Park. Als bekannteste "Fohlen" gelten Rainer Bonhof, Horst Köppel, Herbert Wimmer, Lothar Matthäus, Uli Stielike und Berti Vogts neben den geborenen Gladbachern Netzer und Heynckes.

Vorsitzender der OK-Außenstelle 

  • Walter Hützen (Präsident des Fussball-Verbandes Niederrhein)
  • Botschafter der Stadt für die FIFA Frauen-WM 2011

  • Dunja Hayali
  • Rainer Bonhof