Geschichte
Leverkusen ist erst 78 Jahre alt - und doch viel älter. Neun der heute 13 Stadtteile werden schon im 12. und 13. Jahrhundert erwähnt. Grabfunde zeigen, dass das Gebiet schon zur Römerzeit besiedelt war. Die eigentliche Stadt Leverkusen entsteht aber erst am 1. April 1930 aus dem Zusammenschluss der damaligen Stadt Wiesdorf mit den Gemeinden Schlebusch, Steinbüchel und Rheindorf.

Der Name Leverkusen geht auf Dr. Carl Leverkus zurück, einen gelernten Apotheker, der ab 1860 in Wiesdorf seine Ultramarinfabrik gründet und die Siedlung, die um das Werk herum entsteht, Leverkusen nennt. 1891 verlegt die Firma Friedr. Bayer & Co AG ihre Produktionsstätten von Wuppertal nach Leverkusen und übernimmt die Fabrik von Carl Leverkus. Rings um das Werk siedeln immer mehr Arbeiter.

Die preußische Staatsbahn gründete 1903 die Eisenbahn-Hauptwerkstätte Opladen, die sich in den folgenden Jahren als Ausbesserungswerk Opladen bis zur Schließung im Jahre 2003 neben der Bayer AG zu einem der größten Arbeitgeber entwickelt. 1930 zur offiziellen Stadtgründung zählte Leverkusen 43.000 Einwohner. 1955 wird Leverkusen kreisfreie Stadt und hat bereits 79.000 Bewohner, 1963 wurde die 100.000 Einwohner-Marke überschritten.

Mit der Gebietsreform am 1. Januar 1975 schließt sich Leverkusen mit Opladen, Bergisch Neukirchen und Hitdorf zusammen. Aus dem "alten" Leverkusen wird die moderne Stadt Leverkusen mit inzwischen 162.000 Einwohnern und einem neuen Stadtwappen.

Stadtporträt
Leverkusen ist eine kreisfreie Stadt im südlichen Nordrhein-Westfalen. Sie erstreckt sich vom Rhein im Westen bis zu den Vorhöhen des Bergischen Landes und gehört gleichzeitig zum Rheinland. Leverkusen ist eine Großstadt mit vielen Facetten. Rund 160.000 Menschen leben dort in großstädtischen Gebieten ebenso wie in ländlicher Idylle.

Beides, der dörfliche Charme ebenso wie das pulsierende Stadtleben, findet sich oft nur wenige Kilometer auseinander, manchmal auch fast unvermittelt nebeneinander wieder. Als industriell geprägte Stadt mit dem weltweit bekannten Unternehmen Bayer AG hat Leverkusen internationale Bekanntheit erreicht. Und doch ist sie viel mehr: Eine Stadt mit hohem Erholungswert, mit viel Grün, vor allem an den Ausläufern des Bergischen Landes, und mit dem romantischem Rheinstrand im Norden.

Das Rheinufer zieht sich auf einer Länge von 8,4 Kilometern durch die Stadt. Zwischen den beiden Metropolen Köln und Düsseldorf gelegen, hat Leverkusen im Laufe seiner relativ jungen Geschichte einen ganz eigenen Charakter entwickelt. Der Theaterbereich in Leverkusen wird neben der KulturstadtLev auch von der BayerKultur-Stiftung getragen. Daneben gibt es etliche kleine Theatergruppen, die über eigene Räumlichkeiten verfügen. Die Leverkusener Jazztage sind das herausragende Kulturereignis der Stadt von überregionaler Bedeutung. Das Musikfestival findet seit 1980 jährlich statt.

Dabei treten jedes Jahr zahlreiche renommierte internationale Größen der Jazz-, Blues - und Weltmusikszene auf. Eine weitere Attraktion ist das jährlich im Sommer stattfindende Street-Life-Festival als Open-Air-Veranstaltung in der Altstadt von Wiesdorf. Auf drei Bühnen präsentieren sich regionale und überregionale Jazz-, Blues- und Rockmusiker. Leverkusen bietet auch eine Anzahl verschiedenartiger Museen. Schloss Morsbroich beherbergt seit 1985 ein städtisches Museum für moderne Kunst und stellt die Werke zeitgenössischer Künstler aus. Das Kolonie-Museum in Schlebusch zeigt eine typische Werkssiedlung von Bayer im Stil der 30er Jahre.

Sehenswürdigkeiten:

  • Japanischer Garten
  • Schloss Morsbroich
  • Neuland-Park
  • Villa Römer
  • Wasserturm

Fussball
Das Stadion von Bayer 04 Leverkusen zählt mit seinen bald über 30.000 Plätzen zu den "Schmuckkästchen" der Bundesliga. Bayer Leverkusen gewann 1988 den UEFA-Pokal, in der Saison 2001/2002 gelang als deutscher Vize-Meister der Einzug ins Finale der UEFA Champions League, wo man mit herausragenden Spielern wie Michael Ballack, Bernd Schneider und Lucio an den Galaktischen von Real Madrid scheiterte.

Vorsitzender der OK-Außenstelle 

  • Alfred Vianden (Präsident des Fussball-Verbandes Mittelrhein)
  • Botschafter der Stadt für die FIFA Frauen-WM 2011

  • Britta Heidemann
  • Bernd Schneider
  • Carsten Ramelow