Titelverteidiger USA ist beim Olympischen Fussballturnier der Frauen Rio 2016 im Viertelfinale ausgeschieden. Gegen Schweden stand es nach 120 Minuten und Treffern von Stina Blackstenius (61.) sowie Alex Morgan (77.) 1:1, das Elfmeterschießen entschieden die Skandinavierinnen für sich und treffen in der Runde der letzten Vier auf den Sieger der Partie zwischen Brasilien und Australien. Damit stehen die Frauen der Vereinigten Staaten erstmals bei Olympia nicht im Endspiel.

Mit den USA und Schweden trafen sich mehr als nur zwei alte Bekannte. Pia Sundhage trainierte die Stars and Stripes viele Jahre lang und bezwang nun als schwedische Trainerin ihr Ex-Team. Bereits bei der FIFA Frauen-WM im vergangenen Jahr war es zu diesem Duell gekommen, das torlos endete.

Die Schwedinnen präsentierten sich von einer anderen Seite als in den vorherigen Gruppenspielen. Es entwickelte sich ein schnelles Spiel. Die U.S.-Girls hatten zunächst mehr Ballbesitz und drangen öfter in die schwedische Hälfte ein, während die von Sundhage trainierte Elf immer wieder mit Kontern für Gefahr sorgte.

Die erste Möglichkeit vergab Morgan aus guter Position, im Gegenzug traf Schwedens Spielführerin Carolina Seger nur den Querbalken. Nach 15 Minuten dann der erste Schock für die Europäerinnen: Fridolina Rolfö musste das Spielfeld verletzt verlassen.Für sie kam Blackstenius. Im weiteren Verlauf des Spiels hatte FIFA-Weltfussballerin Carli Lloyd die Führung auf dem Fuß, nachdem ihr Schuss von Linda Sembrant fast ins eigene Tor abgefälscht wurde. Glück für Schweden.

Den Treffer machten nach dem Seitenwechsel allerdings die Schwedinnen. Mit der ersten Chance in Hälfte zwei brachte Blackstenius die Damlandslaget in Front. Der Gegentreffer schien den Kampfgeist der U.S.-Amerikanerinnen erst recht geweckt zu haben. Von nun an bestimmte der amtierende Weltmeister die Begegnung und drängte Schweden immer mehr in die eigene Hälfte. Der Ausgleich durch Morgan ließ allerdings noch bis zur 77. Minute auf sich warten. Da kein weiterer Treffer erzielt werden konnte, ging die Partie in die Verlängerung.

Dort warfen die Mannschaften alles nach vorne und boten ein Spiel auf Augenhöhe. Doch weder Crystal Dunn, Alex Morgan noch Lotta Schelin konnten ihre Möglichkeiten nutzen. Die Entscheidung sollte im Elfmeterschießen fallen. Dort erwiesen sich die Europäerinnen als nervenstärker: Während bei den USA mit Morgan und Christen Press die jeweils erste und letzte Schützin scheiterte, konnte bei Schweden nur Sembrant nicht verwandeln.