Kanada tritt die Heimreise vom Olympischen Fussballturnier der Frauen 2016 erneut mit der Bronzemedaille im Gepäck an. Wie bereits 2012 gewannen die Big Red das Spiel um Platz 3. Gegen Gastgeber Brasilien behielten die Nordamerikanerinnen mit 2:1 die Oberhand.

Gleich sechs Gewinnerinnen der Bronzemedaille von London 2012 standen im aktuellen Kader von John Herdman, die den Erfolg von vor vier Jahren wiederholen wollten. Es entwickelte sich von Beginn an eine schnelle und ausgeglichene Partie. Entsprechend rar waren die Chancen gesät. Acht Minuten nach dem Anpfiff hatte Kapitänin Christine Sinclair die Führung für Kanada auf dem Fuß, als sie ihren Freistoß aus kurzer Distanz gegen den Querbalken setzte.

Für die Gastgeberinnen war es Andressa Alves, die die beste Möglichkeit in der ersten Halbzeit vergab. Nach einem Eckball von Marta konnte die Angreiferin den Ball nicht im gegnerischen Gehäuse unterbringen, da das runde Leder im letzten Moment noch von Kadeisha Buchanan abgeblockt werden konnte.

Der erste Treffer der Begegnung fiel auf der anderen Seite durch Deanne Rose nach einem schönen Konter. Ashley Lawrence setzte auf dem linken Flügel zu einem beeindruckenden Sololauf an, sah die 17-jährige Rose im gegnerischen Strafraum stehen und bediente sie mit einem perfekten Pass. Rose ließ sich diese Möglichkeit nicht entgehen und schob den Ball aus kurzer Distanz ein.

Die zweite Hälfte spiegelte in den ersten Minuten die erste Halbzeit wieder. Beide Teams boten sich ein Duell auf Augenhöhe. Die erste Gelegenheit hatte erneut Sinclair, nur dieses Mal nutzte sie diese. Jessie Fleming eroberte den Ball in der gegnerischen Hälfte, dribbelte zwei Verteidigerinnen aus, bevor sie das runde Leder an Rose auf der rechten Flanke weitergab. Sinclair nahm die anschließende Flanke in der Mitte des Strafraums an und brachte den Ball gekonnt im Netz unter.

Die Gastgeberinnen gaben sich jedoch längst noch nicht geschlagen und warfen alles nach vorne. In der 79. Minute wurden die Südamerikanerinnen für  ihre Angrifssversuche belohnt, als Beatriz der Anschluss zum 2:1 gelang. Beatriz stand mit dem Rücken zum Tor, bekam den Ball per Kopfball von Erika, drehte sich um und traf. Brasilien setzte nach, konnte dem Tor von Stephanie Labbé jedoch nicht mehr gefährlich nahe kommen.