Frauenfussball

Bundestrainerin Jones entlassen - Hrubesch übernimmt

(FIFA.com)
Germany Women's v Faroe Islands Women's - 2019 FIFA Women's World Championship Qualifier
© Getty Images
  • Bundestrainer Jones muss Posten räumen
  • "Die Mannschaft braucht eine neue Führung"
  • Hrubesch übernimmt interimsweise

Bundestrainerin Steffi Jones ist am Dienstag, 13. März, mit sofortiger Wirkung entlassen worden. Dies teilte der Deutsche Fussball-Bund (DFB) in einer Pressemitteilung mit.

"Steffi Jones ist die Aufgabe als Trainerin mit großem Engagement und Einsatz angegangen, dafür möchte ich ihr im Namen des gesamten Präsidiums sehr herzlich danken. Sie ist und bleibt ein prägendes Gesicht des deutschen Frauenfussballs, und ich würde mich freuen, wenn sie in anderer Funktion dem DFB und dem Frauenfussball erhalten bleibt", so DFB-Präsident Reinhard Grindel auf der offiziellen Internetseite des Verbandes.

Die 111-malige Nationalspielerin hatte das Amt nach dem Olympiasieg 2016 von Silvia Neid übernommen. Für die 45-Jährige war es die erste Station als Cheftrainerin. Doch unter der Führung von Jones konnte die deutsche Auswahl nicht mehr an die Erfolge anknüpfen. Bei der EM im vergangenen Sommer scheiterte das Team bereits im Viertelfinale, beim SheBelieves Cup landete der zweimalige Weltmeister sieglos auf dem vierten und letzten Rang ( 0:1 gegen die USA; 2:2 gegen England, 0:3 gegen Frankreich). Das 0:3 gegen Les Bleues war die höchste Niederlage seit fast acht Jahren..

"Der Entscheidung ist eine intensive Analyse der vergangenen Monate vorausgegangen. Wir wollten nach der für uns alle enttäuschenden EM mit Steffi weiterarbeiten und haben ihr bewusst diese Chance gegeben. Mit Blick auf die sportliche Entwicklung, die wichtige Qualifikation für die WM und die unterschiedlichen Rückmeldungen vom SheBelieves Cup sind wir aber jetzt zu der Überzeugung gekommen, dass die Mannschaft eine neue Führung braucht", erklärte Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und Fussballentwicklung, die Entscheidung: "Wir wollen den Wechsel nutzen, um die Strukturen im Frauenfussball weiter zu professionalisieren, die Verzahnung mit dem Männerbereich zu verstärken und neue konzeptionelle Wege zu gehen."

Bei den kommenden beiden Qualifikationsspielen für die FIFA Frauen-WM Frankreich 2019™ gegen die Tschechische Republik (7. April) und in Slowenien (10. April) wird Horst Hrubesch interimsweise an der Seitenlinie stehen. "Ich habe den Frauenfussball in den vergangenen Jahren verfolgt und war auch bei der Europameisterschaft im Sommer vor Ort. Ich helfe in dieser Phase gerne und freue mich sehr, dass mich Uli Ballweg und Thomas Nörenberg in den kommenden Spielen dabei unterstützen werden." Nach drei Siegen aus vier Spielen liegt das DFB-Team in der Gruppe 5 aktuell auf WM-Kurs.

Für den 66-Jährigen ist es das erste Engagement im Frauenfussball. Zuvor feierte er vor allem mit den deutschen Junioren große Erfolge, unter anderem gewann er bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio Silber und holte sich mit der U-19 sowie der U-21-Auswahl den Europameisterschaftstitel.

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