Im ersten rein französischen Endspiel der UEFA Women‘s Champions League wurde nach 120 torlosen Minuten das Elfmeterschießen benötigt, um Titelverteidiger Olympique Lyon mit 7:6 gegen Paris Saint-Germain zum Sieger zu krönen. Für Lyon war es der vierte Titel in der europäischen Königsklasse der Frauen, womit man nun gemeinsam mit dem 1. FFC Frankfurt Rekordsieger in diesem Wettbewerb ist.

Lyon musste Mitte der ersten Halbzeit den Ausfall der angeschlagen ins Spiel gegangenen Starspielerin Alex Morgan verkraften, die verletzt vom Platz musste und war bis zu diesem Zeitpunkt die spielbestimmende Mannschaft. Nach und nach konnte sich Paris immer stärker in Szene setzen, wobei sich bei Lyon noch Camille Abilly und die deutsche Nationalspielerin Dzsenifer Marozsán hervortaten.

Nach der Pause präsentierte sich OL deutlich verbessert und nahm das Heft des Handelns in die Hand, doch auch Paris vergab einige gute Chancen auf das erste Tor der Partie, beschränkte sich nun aber zunehmend auf das Reagieren. Die beiden Teams, die zum dritten Mal in weniger als drei Wochen aufeinandertrafen, konnten sich aber weiterhin gegenseitig neutralisieren, so dass es in die Verlängerung ging.

Insgesamt drei Endspiele der UEFA Women‘s Champions League gingen in die Verlängerung, jedes Mal war Lyon beteiligt und jedes Mal ging es danach zur Entscheidung ins Elfmeterschießen. So sollte es auch 2016/17 in Cardiff sein. Selbst das Elfmeterschießen ging in die Verlängerung, denn nach je fünf Elfmetern stand es 4:4, am Ende behauptete sich Lyon nach 16 Elfmetern und durfte zum vierten Mal den begehrten Pokal in die Hände nehmen. Bereits das französische Pokalfinale am 19. Mai zwischen beiden Klubs ging nach Elfmeterschießen mit 7:6 an den französischen Meister.