Uruguay
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Damals
Uruguay ist 2011 in Kolumbien zum dritten Mal in Folge bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft vertreten. Sowohl 2007 als auch 2009 schied die Celeste im Achtelfinale aus. Früher, bei den ersten beiden Auflagen der U-20-WM, spielte das Team eine größere Rolle und trat erst nach dem Halbfinale die Heimreise an, wo man sich jeweils gegen den späteren Weltmeister geschlagen geben musste (1977 gegen die Sowjetunion und 1979 gegen Argentinien). In den 80er Jahren sah es eher trüb aus, denn die Uruguayer konnten sich für die letzten drei Auflagen des Turniers nicht qualifizieren. In den 90ern ging es dann allerdings wieder bergauf: Die Celeste war bei vier der insgesamt fünf U-20-Weltmeisterschaften dabei und erreichte 1997 in Malaysia mit dem zweiten Platz das bis dato beste Ergebnis bei diesem prestigeträchtigen Turnier. Und hier noch ein interessantes Detail: Einmal abgesehen von der Auflage von 1991 in Portugal hat Uruguay immer die K.o.-Runden erreicht.

Heute
Der gute Auftritt der A-Nationalmannschaft bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ scheint den uruguayischen Nachwuchs motiviert zu haben, der bei der letzten Junioren-Südamerikameisterschaft in Peru gleich zwei Ziele erreichte: Einmal abgesehen von Gastgeber Kolumbien qualifizierten sich die Uruguayer als erste Mannschaft des Kontinents für die FIFA U-20-Weltmeisterschaft und machten zudem nach 84-jähriger Abwesenheit ihre Rückkehr zum Olympischen Fussballturnier perfekt. Unter der Führung von Trainer Juan Verzeri bot die Celeste eine durchwachsene Turnierleistung: Zunächst belegte man in Gruppe A mit gerade einmal vier Punkten nämlich nur den dritten Platz. In der sechs Teams umfassenden Endrunde erwachte das Team dann aber zu neuem Leben und kämpfte mit unglaublicher Willenskraft bis zum letzten Spieltag um den Titel. Am Ende belegte man mit zehn Punkten den zweiten Platz, ein Erfolg, den selbst die unerwartet hohe 0:6-Niederlage gegen den späteren Meister Brasilien am letzten Spieltag nicht trüben konnte.

Die Zukunft
Die Celeste schied zuletzt zwei Mal in Folge im Achtelfinale aus und hat sich für Kolumbien als Minimalziel den Einzug ins Viertelfinale gesteckt. Damit das gelingt, muss das Team in der Offensive sicher noch an einigen Aspekten arbeiten: Im kontinentalen Wettbewerb erzielten die Uruguayer nämlich gerade einmal zehn Tore in neun Partien. Der Erfolg des Teams war in erster Linie auf ein solides Mittelfeld zurückzuführen. Vor allem Akteure mit Erfahrung im europäischen Fussball wussten zu überzeugen, beispielsweise Diego Polenta, Leandro Cabrera, Pablo Cepellini und Federico Rodríguez. "Das ist eine fantastische Mannschaft mit sehr einsatzfreudigen Spielern. Wir haben uns zum dritten Mal in Folge für die Weltmeisterschaft qualifiziert und auch den Sprung zu den Olympischen Spielen geschafft. Damit schreiben wir uruguayische Fussballgeschichte. Jetzt müssen wir unser Können in beiden Wettbewerben bestätigen, das Material dazu haben wir", erklärt Trainer Juan Verzeri.