
Damals
Kamerun nimmt im Juli und August in Kolumbien zum sechsten Mal an einer FIFA U‑20‑WM‑Endrunde teil und will dieses Mal mächtig Eindruck hinterlassen. Ihr Debüt bei diesem Wettbewerb feierten die Kameruner bereits vor 30 Jahren, nämlich 1981 in Australien. 1995 in Katar konnte Kamerun dann erstmals seine Gruppe gewinnen und in die nächste Runde einziehen. Damals verlor Kamerun das Viertelfinale gegen Argentinien. Vier Jahre später gelang in Nigeria erneut der Sprung aus der Gruppenphase, doch dieses Mal scheiterte man im Achtelfinale denkbar knapp in einem Neun-Tore-Thriller gegen Mali (4:5 n.V.). Auch vor zwei Jahren in Ägypten war Kamerun mit von der Partie, doch damals gab es neben einem Sieg gegen die Republik Korea zwei klare Niederlagen gegen die USA und Deutschland.
Heute
Bei der Afrikanischen Junioren-Meisterschaft in Südafrika landete Kamerun auf dem zweiten Platz hinter Nigeria. In der Gruppenphase hatte man gegen den Erzrivalen noch gewonnen, im Endspiel hatten dann die Westafrikaner die Nase vorn. Die Entscheidung fiel allerdings erst in der Verlängerung, die die jungen Löwen trotz eines Zwei-Tore-Rückstands in der zweiten Halbzeit noch erkämpft hatten. Den Gruppensieg hatte Kamerun fast im Spaziergang erreicht und auch die Qualifikation für die FIFA U-20-Weltmeisterschaft stellte das Team nicht vor allzu große Probleme. Doch in den K.o.-Spielen lief es nicht mehr richtig rund, und das Endspiel wurde nur nach einem dramatischen Elfmeterschießen im Halbfinale gegen Ägypten erreicht.
Die Zukunft
Kamerun hofft darauf, sich in Kolumbien nicht zuletzt wegen der Stärke und Größe der Spieler gegen die Gruppengegner Portugal, Neuseeland und Uruguay durchsetzen zu können. Trainer Martin Mpile Ndtoungou verfügt über viel Erfahrung und kann sein Team um sehr starke Spieler herum aufbauen. Bei der Afrikanischen Junioren-Meisterschaft konnte sich insbesondere Torhüter und Kapitän Jean Efala auszeichnen, der zahlreiche Glanzparaden zeigte und bei der Wahl des besten Spielers des Turniers auf Platz zwei landete. "Natürlich waren wir angesichts der Endspielniederlage enttäuscht, doch wir verlassen das Turnier erhobenen Hauptes und werden uns nun voll und ganz auf die Vorbereitung für Kolumbien konzentrieren", sagte der Kapitän nach dem verlorenen Finale.
