• Penaranda traf in der Verlängerung zur 1:0-Führung Venezuelas
  • Der Stürmer hat in Korea schon drei Torvorlagen und zwei Tore beigetragen
  • "Keine Fitnessprobleme trotz zwei Mal Verlängerung in Folge"

Venezuela brachte es in den ersten 90 Minuten der Viertelfinalpartie gegen die USA auf nicht wengier als 20 Torschüsse, doch der Ball fand dabei kein einziges Mal den Weg in die Maschen. Als die Partie in die Verlängerung ging, sah man deutlich die Enttäuschung in den Gesichtern der Südamerikaner. Schließlich hatten Ronaldo Chacon und auch Sergio Cordova mit Kopfbällen nur die Latte getroffen. Viele weitere Chancen hatte der herausragende Jonathan Klinsmann im Tor der USA zunichte gemacht.

"Das war keine schöne Situation, doch wir glaubten weiterhin daran, dass wir ein Tor schaffen würden", so Adalberto Penaranda nach der Partie gegenüber FIFA.com. "Vielleicht war es ja eine göttliche Fügung, dass wir letztlich doch trafen und die Partie für uns entscheiden konnten." Jonathan Klinsmann hatte unmittelbar vor dem Tor einen weiteren Schuss von Sergio Cordova pariert. Der Ball prallte zu Penaranda ab, der in der 96. Minute einschoss.

"Das war ein ganz besonderer Moment. Eine solche Situation erlebt man nicht jeden Tag", so der Angreifer. "Ich war sehr erleichtert, als der Ball nach all den Chancen, die wir bis dahin in der Partie vergeben hatten, nun endlich im Netz zappelte." In der zweiten Halbzeit der Verlängerung erhöhte Venezuela durch einen Kopfball von Nahuel Ferraresi sogar auf 2:0. Kurz darauf gelang Jeremy Ebobisse ebenfalls per Kopf der Anschlusstreffer für die USA, die bis zum Schlusspfiff kämpften, doch die Niederlage nicht mehr abwenden konnten.

Auch im Achtelfinale gegen Japan hatte Venezuela vor dem gegnerischen Tor Probleme gehabt. Zwei Mal innerhalb von nur fünf Tagen eine Verlängerung zu spielen, könnte sich durchaus negativ auf die Fitness der Spieler auswirken.

Doch davon will Penaranda nichts wissen: "Wir sind körperlich absolut fit und haben die beiden Verlängerungen problemlos überstanden. Das Spiel gegen Japan war sehr anstrengend und ging ebenfalls in die Verlängerung, doch wir haben uns am Ende durchgesetzt. Und heute war es nicht anders. Ich bin sicher, dass wir für das nächste Spiel bereit sein werden."

Der normalerweise als Außenstürmer eingesetzte Penaranda hat bei diesem Turnier nun schon zwei Mal getroffen und drei Tore vorbereitet. "Es ist wichtig, dass ich auf jede nur denkbare Weise zum Erfolg des Teams beitrage. Und letztlich geht es nicht darum, wie viele Tore ich schieße oder vorbereite, sondern nur darum, dass wir gewinnen."

Und wie schätzt er die Chancen Venezuelas im Halbfinale ein? "Wir sind bereit, es mit jedem Gegner aufzunehmen. Es wird kein leichtes Spiel, egal, gegen wen es geht. Wir müssen uns einfach nur auf unsere Stärken konzentrieren."