• Nicht zuletzt dank der Arbeit von rund 1.000 Volunteers läuft beim Turnier in der Republik Korea alles rund
  • Die Volunteers kommen aus unterschiedlichsten Verhältnissen und Altersgruppen und bringen enorm wertvolle Erfahrungen ein
  • Einige sind bereits zum dritten Mal als Volunteer bei einem FIFA-Turnier dabei

Wie schon zahllose internationale Turniere zuvor wird auch die FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2017 in der Republik Korea durch den unermüdlichen Einsatz und die Unterstützung von fast 1.000 Volunteers erst möglich gemacht.

Das Organisationskomitee für die FIFA U-20-Weltmeisterschaft Korea Republik 2017 (KLOC) hat aus 2.625 Bewerbungen 980 Volunteers ausgewählt. Ganz besonders anspruchsvoll war der Auswahlprozess am Hauptsitz des KLOC in Suwon, wo nur einer von fünf Bewerbern ausgewählt wurde. Seit Turnierbeginn Ende Mai sind in jedem Spielort rund 200 Volunteers stationiert, wo sie hinter den Kulissen unablässig für den Erfolg des Turniers arbeiten.

"Wir haben deutlich mehr ältere Volunteers, insbesondere in Jeju. Hier sind die meisten der Volunteers zwischen Anfang vierzig und Ende fünfzig", erläutert der für Volunteers zuständige KLOC-Vertreter Lee Kyungjoon im Gespräch mit FIFA.com.

"Früher waren die meisten Bewerber Studenten, aber bei diesem Turnier gab es Bewerbungen aus ganz verschiedenen Altersgruppen. Wir sind allen Volunteers überaus dankbar. Sie haben drei intensive Schulungseinheiten hinter sich gebracht und sind bei der erfolgreichen Durchführung des Turniers unglaublich hilfreich."

Der 71-jährige Lim Euisoon gehört zu den ältesten Volunteers. Er ging bereits 2003 aus seiner Stellung im öffentlichen Dienst in den Ruhestand und brachte es seitdem bei verschiedensten Veranstaltungen bereits auf mehr als 4.500 Einsatzstunden als Volunteer. In Incheon sind an seiner Seite auch seine Frau Song Hyunja und sein Sohn Lim Youngrim im Einsatz.

Der heute 34-jährige Lehrer Kim Kwanwoo war schon während der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Korea/Japan 2002™ als Platzanweiser und fünf Jahre später bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Korea Republik als Stadionhelfer im Einsatz. "Ich möchte mit meiner Erfahrung von zwei vorherigen FIFA-Turnieren zur erfolgreichen Ausrichtung des diesjährigen Turniers beitragen", sagt er. "Früher war ich ja noch in der Ausbildung, aber jetzt habe ich schon neun Jahre Erfahrung als Schullehrer gesammelt. Ich habe jetzt ein größeres Verantwortungsbewusstsein und kann Situationen schneller einschätzen. Mit diesen Fähigkeiten kann ich die anderen Volunteers vor Ort besser unterstützen."

Unter den Volunteers in der Republik Korea sind auch einige mit eher ungewöhnlichen Kenntnissen. Der 41-jährige Han Sangwoo beispielsweise leitete früher eine Taekwondo-Schule. 2002 und 2007 war er als Volunteer im Bereich Transport und Verkehr tätig. Seine damals gemachten Erfahrungen veranlassten ihn, sich eine neue Existenz im Transportgewerbe aufzubauen. Nun ist er bei seinem dritten Einsatz als Volunteer bei einem FIFA-Turnier für die Fahrzeugbereitstellung zuständig.

Und da wäre auch noch die vietnamesische Austauschstudentin Vo Thi Lan Da, die als Volunteer für Übersetzungen eingesetzt wird. "Ich sehe mir sehr gern Sport an, natürlich auch Fussball. Seit Beginn meines Studiums habe ich schon an sehr vielen Sportveranstaltungen teilgenommen", erzählt sie begeistert. "Ich bin sehr stolz auf die erstmalige Teilnahme meines Heimatlandes an einer FIFA U-20-Weltmeisterschaft. Das war ein wichtiger Aspekt für meine Entscheidung, mich als Volunteer für die FIFA U-20-WM in der Republik Korea zu bewerben.