• Ademola Lookman trug mit einem Doppelpack zu Englands Viertelfinaleinzug bei
  • Beide Treffer wurden von Everton-Teamkameraden vorbereitet
  • Lookmans WM-Traum wurde wahr -  jetzt will er noch mehr

"Natürlich bin ich glücklich! Ganz besonders, weil ich im vorherigen Spiel zwei Mal nur den Pfosten getroffen habe." So reagierte Ademola Lookman kurz nach dem 2:1-Sieg seines Teams gegen Costa Rica im Achtelfinale der FIFA U-20-Weltmeisterschaft Korea Republik im Gespräch mit FIFA.com.

Der junge Stürmer vom FC Everton hatte im letzten Gruppenspiel gegen den Gastgeber zwei Mal nur das Gebälk getroffen. Nun trug er mit seinem Doppelpack entscheidend zu Englands Weiterkommen bei. Es hätte sogar ein Hattrick werden können, doch zwischen seinen beiden Toren landete ein kraftvoll getretener Freistoß ebenfalls am Gehäuse.

"Dieses Mal habe ich zwei Tore gemacht, und – was noch viel wichtiger ist – das Team hat gewonnen. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dem Ergebnis!"

Ebenso wie beim ersten Tor der Engländer gegen Argentinien, bei dem Dominic Calvert-Lewin nach Zuspiel von Kieran Dowell per Kopf traf, waren Vorbereiter und Vollstrecker auch dieses Mal Spieler vom FC Everton. "Ja, das weiß ich natürlich. Jonjoe [Kenny] hat mich mit einem fantastischen Pass bedient, genau wie auch Dominic [Calvert-Lewin]. Das waren Gemeinschaftsproduktionen von uns Everton-Jungs", so Lookman. "Wir trainieren ja ständig zusammen, daher kennen wir uns eben sehr gut. Man kann auf jeden Fall sagen, dass die Chemie zwischen uns stimmt."

Gibt es also ein besonderes Band zwischen diesen Teamkameraden?

"Es war jedenfalls nicht das erste Mal, dass wir als Spieler vom FC Everton mit guten Kombinationen Tore erzielt haben. Wir sind wegen unseres Teamworks erfolgreich, und weil wir auch abseits des Spielfeldes gute Freunde sind. Das wirkt sich eben auch auf unser Zusammenspiel aus", meint Dominic Calvert-Lewin. "Als ich gerade flanken wollte, hörte ich, wie Ademola mir laut etwas zurief. Ich musste nicht einmal hochschauen, um zu wissen, dass er gerade in den Strafraum lief. Ich weiß immer genau, wo meine Teamkameraden sind, bei Klubspielen und auch bei Länderspielen. Schließlich trainieren wir ja Tag für Tag zusammen."

Lookman blühte verglichen mit seinen Teamkameraden erst relativ spät auf. Viele seiner Mitspieler haben schon deutlich mehr Erfahrung in den englischen Nachwuchsmannschaften gesammelt. So kickte Lookman noch mit 15, 16 Jahren mit Freunden aus der Nachbarschaft herum. Erst als er sich dem FC Waterloo und dann Charlton Athletic anschloss, wurde er etwas bekannter. Anfang 2017 unterschrieb er dann beim FC Everton und kam damit seinem Traum von der Premier League sehr viel näher.

"In den letzten zwei Jahren ist sehr viel passiert, und ganz besonders in den vergangenen sechs Monaten. Ich habe sehr viel gelernt, weil ich mich in eine ganz neue Umgebung, ein neues Team und eine neue Liga einfügen musste. Ich will ein noch besserer Spieler werden und noch viele solche Tore wie heute schießen."

Lookman weiß zwar, dass er schon bald wieder bei seinem Klub sein wird, doch bis dahin genießt er das Abenteuer Korea Republik als einmalige Gelegenheit. "Das hier ist das zweitgrößte FIFA-Turnier hinter der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft. Es ist wirklich traumhaft, hier dabei zu sein", meint er. "Wir spielen schon sehr lange zusammen, und wenn wir an uns glauben, dann können wir es bis ins Finale schaffen, davon bin ich überzeugt."

Angesprochen auf die möglichen Viertelfinalgegner Mexiko oder Senegal meinte der Stürmer: "Es ist mir egal, wer unser Gegner ist. Wenn wir unsere Stärken ausspielen, wird es gut laufen. Das Ergebnis hängt stärker von unserer eigenen Spielweise als von unserem Gegner ab. Wir müssen nur an uns selbst glauben und uns während des Spiels voll konzentrieren."