
In einer relativ ausgeglichenen Gruppe A scheint es auch im Auftaktspiel am 30. Juli im Estadio Nemesio Camacho in Bogota zwischen Mali und Korea Republik keinen eindeutigen Favoriten zu geben.
In der Qualifikation erwischten beide Mannschaften zunächst einen sehr starken Start, bevor die Leistungen stagnierten. Dieses Mal wird sogar ein Blitzstart vonnöten sein, um mit den anderen beiden Teams der Gruppe, Kolumbien und Frankreich, Schritt halten zu können.
Das Duell
Mali – Korea Republik, Bogota, Samstag, 30. Juli, 17:00 Uhr (Ortszeit)
Die Ausgangslage
Es ist das Duell zweier Außenseiter. Folglich werden weder die Malier noch die Südkoreaner allzu viel Zurückhaltung an den Tag legen, was auf ein hochklassiges Spektakel hoffen lässt. Bei den Afrikanern gibt man sich zwar bescheiden, was die Ziele bei diesem Turnier angeht. Dennoch versicherte Trainer Cheik Fantamady Diallo, der im Nachwuchsbereich alles andere als ein Anfänger ist, dass er über "eine der besten malischen Generationen der Geschichte" verfügt.
Bei den Koreanern wird es zunächst darum gehen, den Verlust dreier wichtiger Akteure zu verkraften. Drei der besten Stürmer der Asiaten, Ji Dong-Won, Son Heung-Min und Nam Tae-Hee, wurden Opfer ihres eigenen Erfolges und in höhere Auswahlen berufen (U-23- oder A-Nationalteam). Doch Trainer Lee Kwang-Jong scheint dies im Vorfeld nicht zu beunruhigen. Er hält die anderen drei Gruppengegner für schlagbar, selbstbewusst visiert er für seine Mannschaft nichts Geringeres als den Einzug ins Halbfinale an.
Was die Bilanz bei früheren Junioren-Wettbewerben angeht, liegen Mali und Korea Republik praktisch gleichauf: Die Afrikaner erinnern sich sicher noch gerne an die Leistung der Generation um Seydou Keita, die 1999 in Nigeria das Halbfinale erreichte. Der asiatische Vertreter muss indes etwas weiter in die Vergangenheit blicken. 1983 scheiterte der koreanische Nachwuchs ebenfalls erst im Halbfinale am späteren Weltmeister Brasilien.
Statistik
4 - So viele Tore erzielte Korea Republik gegen Mali beim bisher einzigen Aufeinandertreffen (4:2) in der Alterskategorie U-20. Während die Asiaten aber bei jenem Turnier trotz des Sieges nach der Gruppenphase die Heimreise antreten mussten, gelang Mali mit dem Erreichen des dritten Platzes das beste Ergebnis des Landes bei einem der bedeutenden weltweiten Wettbewerbe. Dies sollte genügend Motivation für die Generation von 2011 sein.
Zitate
"Unsere Jungen werden beweisen, dass sie Botschafter eines ganzen Kontinents sind, und Mali zum Schaufenster eines stärker werdenden Afrikas machen. Ich kann sie nur dazu ermuntern, Einsatz und Opferbereitschaft an den Tag zu legen, und ihnen sagen, dass das ganze malische Volk hinter ihnen steht."
Amadou Toumani Touré (malischer Staatspräsident)
"Wir haben uns das Ziel gesetzt, besser als bei der letzten WM abzuschneiden, bei der wir das Viertelfinale erreichten. Das Halbfinale wäre für uns ein schöner Erfolg."
Lee Kwang-Jong (Trainer, Korea Republik)


