Duell zwischen zwei alten Bekannten
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Als sich Kolumbianer und Mexikaner am 21. Juni dieses Jahres in der Vorschlussrunde des Nachwuchsturniers von Toulon (Frankreich) gegenüberstanden, hätten sich beide Teams wohl kaum vorstellen können, dass sie wenige Wochen später erneut aufeinander treffen würden. Und erst recht nicht, dass dabei ein Platz unter den besten vier Mannschaften der Welt auf dem Spiel stehen würde. In Frankreich behielten die Schützlinge von Kolumbiens Trainer Eduardo Lara mit 2:1 die Oberhand. Werden sie diesen Erfolg vor heimischem Publikum wiederholen oder werden die Mexikaner Revanche nehmen können?

Das Duell
MexikoKolumbien, Bogota, Samstag, 13. August, 20:00 Uhr (Ortszeit)

Die Ausgangslage
Falls es den Kolumbianern bislang noch an einer gehörigen Dosis Adrenalin gefehlt hatte, dürfte ihr unvergesslicher Sieg in buchstäblich letzter Sekunde im Achtelfinale über das tapfere Team aus Costa Rica genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen sein. Der in der dritten Minute der Nachspielzeit verwandelte Strafstoß von James Rodriguez bescherte den Cafeteros ihren vierten Sieg in Folge und damit den Einzug ins Viertelfinale, in dem sie jetzt auf ihren Rivalen aus der CONCACAF-Zone treffen. Trainer Eduardo Lara wird dabei auf Jeison Murillo verzichten müssen, der wegen zweier Gelber Karten für ein Spiel gesperrt ist. Ebenfalls mit einer Gelben Karte vorbelastet sind Pedro Franco, Santiago Arias, James Rodriguez, Juan Cabezas und Didier Moreno. Sie alle müssen demnach von vorneherein vorsichtig agieren, denn falls sie gegen Mexiko erneut Gelb sehen, würden sie ihrer Mannschaft im Halbfinale – falls sie es denn erreichen sollten – nicht zur Verfügung stehen.

Die Mexikaner gehen ihrerseits mit dem größeren Kräfteverschleiß in dieses Viertelfinale, da sie ihr Achtelfinalspiel gegen Kamerun erst im stets nervenaufreibenden Elfmeterschießen für sich entscheiden konnten. Trainer Juan Carlos Chavez sprach deshalb vor allem von einer mangelnden Chancenverwertung seiner Mannschaft, die bislang lediglich vier Treffer erzielte. Dennoch traut er seinen Schützlingen durchaus zu, in Bogota für eine große Überraschung zu sorgen. Wegen einer Sperre nicht spielberechtigt ist Mexikos Abwehrspieler Kristian Alvarez, so dass Trainer Chavez einen geeigneten Ersatz finden muss. Außerdem werden sich auch Diego De Buen, Cesar Ibanez und Alan Pulido in den Zweikämpfen etwas zurückhalten müssen, da sie alle bereits mit Gelb vorbelastet sind.

Statistik
8 –
So viele Jahre mussten vergehen, bis erneut drei südamerikanische Mannschaften ins Viertelfinale einer FIFA U‑20‑WM vordringen konnten. Kurioserweise war es bei der Auflage 2003 in den Vereinigten Arabischen Emiraten exakt das gleiche Trio – Brasilien, Argentinien und Kolumbien – das es bis in die Runde der letzten Acht geschafft hatte.

Zitate
"Das wird ein ganz besonderes Spiel, bei dem mit Sicherheit kein einziger Kolumbianer auf der Seite von Mexiko stehen wird. Hoffentlich sind wir topfit und beweisen Charakterstärke. Es wird ein Spiel von elf Mexikanern gegen 50.000 Fans im Stadion, die ihre Mannschaft frenetisch anfeuern werden. In die Partie selbst eingreifen können sie allerdings nicht."
Juan Carlos Chavez (Trainer, Mexiko)

"Ich kenne die Mexikaner gut und bin mit mehreren Spielern der mexikanischen U‑20‑Auswahl befreundet. Sie sind alle sehr lauffreudig, das erschwert das Ganze zusätzlich. Das habe ich auch schon unserem Trainer gesagt. Wir können dieses Spiel gewinnen und wir müssen es auch, damit wir weiterkommen, um den WM-Titel holen zu können."
Michael Ortega (Mittelfeldspieler, Kolumbien, in Mexiko bei Atlas unter Vertrag)