Historisches erstes Aufeinandertreffen
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Die Mission ist für beide Teams dieselbe: der Einzug ins Halbfinale der FIFA U-20-Weltmeisterschaft. Doch Frankreich und Nigeria verfolgen bei der ersten Auflage dieses Duells überhaupt auch noch höhere Ziele. Während die Europäer den Versuch unternehmen werden, sich erstmalig für ein Halbfinale bei einer U-20-WM zu qualifizieren, hoffen die Afrikaner darauf, ihre bereits jetzt schon historische Leistung in Kolumbien fortzuführen.

Das Duell
Frankreich - Nigeria, Cali, Sonntag, 14. August, 15:00 Uhr (Ortszeit)

Die Ausgangslage
Frankreich konnte alle seine drei Achtelfinalteilnahmen bei U-20-Weltmeisterschaften siegreich gestalten. Nun möchte man zum ersten Mal auch in einem Viertelfinale triumphieren. Sowohl 1997 und 2001 musste sich die Equipe Tricolore in dieser Phase des Turniers gegen Uruguay beziehungsweise gegen Argentinien verabschieden. Obwohl das Team von Francis Smerecki bislang noch nicht vollständig überzeugen konnte, hat es sich im Laufe des Turniers deutlich gesteigert. Drei Siege in Serie ließen zumindest den schlechten Eindruck aus der Auftaktschlappe gegen Kolumbien vergessen. Einer der Gründe hierfür ist sicherlich die gute körperliche Verfassung seiner Spieler, die sich in den Schlussminuten der Partien bezahlt gemacht hat. Fünf der bislang sieben französischen Tore fielen in den letzten 20 Spielminuten, wie auch jenes von Antoine Griezmann beim Sieg über Ecuador.

Nigeria wiederum hofft auf eine Fortsetzung des jetzt schon historischen Erfolgs. Die Mannschaft konnte zum ersten Mal bei U-20-Weltmeisterschaften vier Siege in Folge einfahren. Damit ist es neben Kolumbien das einzige Team ohne Ausrutscher. Neben der guten Form spricht auch die Viertelfinalstatistik für die Afrikaner: Drei Siegen – 1985 gegen Mexiko, 1989 gegen die Sowjetunion und 2005 gegen die Niederlande – stehen zwei Niederlagen gegenüber – 1999 gegen Mali und 2007 gegen Chile. Bei der diesjährigen Auflage des Turniers beeindruckte Nigeria vor allem durch seine Offensivstärke. Bei 13 erzielten Toren konnten sich bislang Ahmed Musa, Olarenwaju Kayode und Edafe Egbedi mit jeweils drei Treffern auf den zweiten Platz in der Torjägerliste vorarbeiten. Zahlen, die die Afrikaner bei diesem Duell in die Favoritenrolle heben.

Statistik
21
– Edafe Egbedi gehört zu den 21 Spielern, die sowohl bei einer U-17-WM als auch bei einer U-20-WM treffen konnten. 2009 in Nigeria gelangen ihm drei Tore, ebenso viele wie bislang in Kolumbien. Der Nigerianer ist somit Teil einer illustren Gruppe, zu der auch Ronaldinho, Seydou Keita und Freddy Adu gehören.

Zitate
"Wir haben das Spiel gegen Ecuador gut kontrolliert, auch wenn sie einige Chancen hatten. Wir sind froh, wieder ins Turnier gefunden zu haben. Wir kennen Nigeria nicht gut, doch es ist eine afrikanische Auswahl, die sehr athletisch ist. Wir werden mehr Ballbesitz brauchen." Gueida Fofana (Kapitän, Frankreich)

"Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, aber ich kann noch besser spielen. Gegen England habe ich nicht getroffen, war aber immerhin am Siegtor beteiligt. Im Viertelfinale gegen Frankreich werde ich wieder ein großes Spiel machen. Ich weiß, dass ich gegen jedes Nationalteam treffen kann."  Olarenwaju Kayode (Stürmer, Nigeria)