Kolumbien
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Die Republik Kolumbien liegt im Nordosten Südamerikas; das Landesterritorium befindet sich teils auf der Nord- und teils auf der Südhalbkugel. Es grenzt im Westen an den Pazifischen Ozean, im Norden an den Atlantischen Ozean und wird im Süden vom Äquator durchkreuzt. Kolumbien ist das einzige Land Südamerikas, das über Küsten an beiden Ozeanen verfügt. Auf dem Festland grenzt es an Venezuela, Brasilien, Peru, Ecuador und Panama.

Das Land ist in sechs große geographische Regionen untergliedert: Anden, Karibisches Küstentiefland, Pazifisches Küstentiefland, Orinokien, Amazonien und die Inseln. Die wichtigsten Flüsse sind Río Magdalena, Río Cauca sowie diverse Nebenflüsse von Amazonas und Orinoco. Die höchste Erhebung ist mit einer Höhe von 5.980 Metern über dem Meeresspiegel die Sierra Nevada de Santa Marta.

Bedingt durch die Lage in der Äquatorzone gibt es in Kolumbien eine große Vielfalt von Klimazonen und Ökosystemen – von der Bergregion der Anden, über Waldgebiete in Amazonien und Orinokien bis hin zu den ausgedehnten Küsten in den Karibik- und Pazifikregionen sowie den weiten Ebenen im Osten des Landes.

Aufgrund der privilegierten geographischen Lage und der vielfältigen Landschaft mit zwei Ozeanen, drei Bergketten, Wäldern und Ebenen bietet das Land viel unberührte Natur und eine breite Palette von Touristenattraktionen.

An der Karibikküste bezaubern die wunderschönen Sandstrände und das in sieben Farben schillernde Meer der Insel San Andrés den Besucher. Auf den Straßen von Cartagena kann man Geschichten von Inquisitoren, Helden, Piraten und Freibeutern nachspüren. Die Naturschönheit und das reiche archäologische Erbe des Tayrona-Nationalparks in der Nähe der Stadt Santa Marta sind eine der großen Attraktionen. Die Bucht gilt zudem als eine der schönsten in ganz Lateinamerika. Auch der Karneval von Barranquilla, der von der UNESCO auf die Liste des Erbes der Menschheit aufgenommen wurde und mit seiner ausgelassenen Stimmung lockt, ist immer einen Besuch wert. Das sind nur einige der Attraktionen der Küstenregionen Kolumbiens.

Archäologische Stätten wie Ciudad Perdida oder San Agustín zeugen von der indianischen Vergangenheit, die in Kolumbien an vielen Orten noch im Verborgenen schlummert. Hier finden sich Landschaften und Orte, die von der Welt noch nicht entdeckt wurden, Strände, Wasserfälle, Wanderwege und Routen, entlang derer es Kaffeeplantagen sowie schöne Flora und Fauna zu entdecken gibt. Nationalparks mit einer Vielzahl von Flüssen, Schluchten und Wäldern, Hügeln und Ebenen laden zum Ökotourismus ein, genauso wie der riesige amazonische Urwald.

An der Pazifikküste finden sich ideale Tauchgebiete, auch Walbeobachtungen sind möglich, beispielsweise vor den Inseln Gorgona, Malpelo und Nuquí. Die Departamentos Arauca, Casanare, Meta und Vichada bieten mit ihren weitläufigen Tiefebenen ideale Bedingungen für Liebhaber von Extremsport und Abenteuertourismus.

Kolumbien hat außer seinen Naturschönheiten auch pulsierende urbane Zentren zu bieten, die Dreh- und Angelpunkte des geschäftlichen Lebens und Handels sind und zudem mit kulturellen Aktivitäten, Nachtleben, moderner Architektur und Jugendkultur aufwarten können. Paradebeispiel ist die kosmopolitische Metropole Bogotá, die im Hinblick auf Gastronomie und Kultur viel zu bieten hat und zudem das Finanzzentrum des Landes ist. Medellín ist Industriezentrum und Modestadt, und dann wäre da noch das schöne und geschichtsträchtige Cartagena sowie Cali und Barranquilla, die Hauptstädte der Departamentos Valle del Cauca und Atlántico.

Fussball in Kolumbien
Der Fussball ist nicht nur die beliebteste Sportart des Landes, die von mehr als drei Millionen Menschen im gesamten Land praktiziert wird, sondern bietet auch viele Arbeitsplätze und erhebliche Einnahmen für die lokale Wirtschaft.

Wenn in Kolumbien in den 30er Jahren auch schon zahlreiche ausländische Akteure aktiv waren, so gab es das erste Profiturnier doch erst im Jahr 1948. Insgesamt zehn Mannschaften nahmen daran teil. Derzeit gibt es in Kolumbien 36 Vereine, die im Profifussball aktiv sind.

Der Kolumbianische Fussballverband, der seit 1971 "Federación Colombiana de Fútbol" heißt, wurde 1924 gegründet und ist seit 1936 Mitglied der FIFA. Die Nationalauswahl des Landes nahm 1962, 1990, 1994 sowie 1998 in Frankreich an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft teil. Der bisher größte Erfolg war der Titelgewinn bei der Copa América 2001, die im eigenen Land stattfand.

Auf Juniorenebene gab es bereits beachtliche Erfolge zu verbuchen. Kolumbien gewann bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2003 die Bronzemedaille und belegte bei den FIFA U-17-Weltmeisterschaften 2003 und 2009 jeweils den vierten Platz.

Zu den großen kolumbianischen Fussballstars zählen unter anderem Willington Ortíz, Carlos El Pibe Valderrama, René Higuita, Faustino Asprilla, Efraín Caimán Sánchez sowie Freddy Rincón.