Jejudo ist die größte koreanische Insel. Sie liegt etwa 100 Kilometer vor der Südspitze der koreanischen Halbinsel und ist berühmt für ihre wunderschönen naturbelassenen Landschaften. Bekannte Sehenswürdigkeiten sind der Hallasan, mit 1.950 Metern der höchste Berg des Landes, der auch Sunrise Peak genannte Seongsan Ilchulbong sowie die Jeju-Vulkaninseln und Lavatunnel, die 2007 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurden.

Auf Jejudo soll es nichts so im Überfluss geben wie Fels, Wind und Frauen. Deshalb wird es oft auch als "Samdado-Insel" bezeichnet. Der Name beschwört Weisheit, Lebenskraft und Zähigkeit der Bewohner (insbesondere der Frauen), die einer unwirtlichen Umgebung trotzen. So wird Jejudo im Sommer seit jeher von Wirbelstürmen heimgesucht. Inzwischen wird deren Kraft aber auch ausgenutzt. Windräder liefern beständig große Mengen an erneuerbarer Energie. Und während eine die gesamte Insel bedeckende Basaltschicht den traditionellen asiatischen Reisanbau unmöglich macht, sind die doldam genannten Basaltsteinmauern heute ein Wahrzeichen Jejudos und eine regelrechte Touristenattraktion.

In jüngster Vergangenheit genießt Jejudo einen in seiner Geschichte einmaligen Wohlstand. Zu verdanken ist dieser einer zunehmenden Anzahl an Touristen, aber auch einem Zustrom an Koreanern, die sich auf der Insel niederlassen. Die Insel ist nicht nur reich an Naturwundern sondern bietet auch eine Essenskultur, wie es sie sonst nirgends im Land gibt. Am nördlichen Ende der Insel liegen die Stadt Jeju und der Dongmun, ein gigantischer Fischmarkt. Hier kann man nicht nur frischen Fisch direkt aus dem Meer kaufen sondern ihn auch in feine Scheiben geschnitten gleich vor Ort kosten. Fische und Meeresfrüchte machen fünf von sieben kulinarischen Spezialitäten auf Jejudo aus. Es gibt Haarschwanzfischsuppe, Seeigelsuppe, Suppe aus rohem Mönchsfisch, Suppe aus rohem Tintenfisch und gegrillte Doraden. Aber auch die Buchweizenpfannkuchen nach Jeju-Art und die Nudelsuppe mit Schweinefleisch dürften in dieser Aufzählung auf keinen Fall fehlen.

Besonders berühmt sind auch die gamgyul, die leuchtend orangeroten Mandarinenbäume der südlich gelegenen Stadt Seogwipo. Da die Insel über ausgedehnte Pferdeweiden verfügt, ist Pferdefleisch ebenfalls überall erhältlich. Das schwarze Schweinefleisch von Jejudo schließlich ist weit über die Insel hinaus bekannt und im ganzen Land begehrt.

Fussball
Jejudo war Austragungsort der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Korea/Japan 2002™. Im WM-Stadion Jeju fanden drei Partien statt. Das Stadion befindet sich in Seogwipo und wurde auch während der FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2007 genutzt. Nun wird es auf sein drittes FIFA-Turnier im Jahr 2017 vorbereitet. Auch der FC Jeju United, die einzige Profifussballmannschaft der Insel, trägt ihre Heimspiele in Seogwipo aus.