Die Stadt Suwon ist südlich von Seoul gelegen und war zu Zeiten der Joseon-Dynastie Sitz der Provinzregierung. Seit König Jeongjo vor 200 Jahren den Bau der Hwaseong-Festung in Auftrag gab, hat Suwon sich zu einem Verkehrs- und Kulturzentrum entwickelt. Kulturelle Werte wie Hwaseong und die Stadtmauer, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, bilden einen schönen Kontrast zu modernen Parkanlagen – die perfekte Symbiose von Gegenwart und Vergangenheit.

Im Zentrum von Hwaseong steht der größte Haenggung (eine temporäre Königsresidenz) des Landes. Touristen können den gesamten von Mauern umgebenen Komplex bei einer 30-minütigen Fahrt mit dem Hwaseong-Zug kennenlernen, der einer Sänfte des Königs nachempfunden wurde, oder sich im traditionellen Gukgung-Bogenschießen versuchen. Die Festungsstadt ist für sein Galbi bekannt, auf koreanische Art marinierte Rippchen, die auf dem Holzkohlegrill zubereitet werden. Das Galbi in Suwon hat aufgrund seiner beträchtlichen Größe sogar noch einen besonderen Namen, nämlich Wanggalbi.

Moderner geht es in der Na Hyeseok-Straße zu, die nach der berühmten koreanischen Künstlerin und Schriftstellerin benannt ist. Hier können Sie diverse Ausstellungen besuchen und ins quirlige Nachtleben eintauchen. Oder tun sie es den 1,2 Millionen Einwohnern von Suwon gleich, die sich gern in einem der zehn offiziellen Parks entspannen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Interessant ist auch die Park Jisung-Straße, die nach dem berühmten Fussballer benannt wurde, der in dieser Stadt das Licht der Welt erblickte, oder das Suwon World Cup Stadium, in dem ein Museum an die ehemalige Legende der Republik Korea erinnert.

Fussball
Suwon hat sich bereits bei drei offiziellen FIFA-Turnieren erfolgreich als Gastgeber präsentiert: beim FIFA Konföderationen-Pokal 2001, der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Korea/Japan 2002™ und bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2007. 2007 bestritt die U-17-Auswahl der Republik Korea ihre ersten beiden Spiele im Suwon Sports Complex, musste jedoch Niederlagen hinnehmen und verpasste den Sprung ins Achtelfinale.

Zu den regionalen Fussballklubs gehören die Suwon Samsung Bluewings, die seit 1996 in der K League antreten, sowie der Suwon FC, der gerade in die erste Liga aufgestiegen ist. Das Duell zwischen diesen beiden Teams am 14. Mai dieses Jahres war das erste Lokalderby in der Geschichte des koreanischen Profifussballs. Das Heimteam Suwon Bluewings ging dank eines späten Treffers von Yeom Kihun als Sieger aus der Partie hervor (2:1).

2008 wurde in Suwon die erste Frauenfussball-Profimannschaft ins Leben gerufen. Die Black Roses wurden als sechstes Team in die WK League aufgenommen und holten bereits 2010 den Titel. Nach dem Gewinn weiterer Trophäen bei wichtigen Turnieren ist der Klub mittlerweile zu einer Macht des koreanischen Frauenfussballs avanciert.